Los Angeles: Behörde warnt vor Mumps-Epidemie bei Schwulen

Kinderkrankheit kann zu einer Hirnhautentzündung führen

Symbolbild: Mumps
Mumps - Archiv

In Los Angeles warnt die Gesundheitsbehörde vor einer Mumps-Epidemie, die vor allem unter schwulen Männern verbreitet sein dürfte.

Mehr als 40 Infektionen – Fitness-Studios und Bars als Hotspots

Bis jetzt wurden bereits mehr als 40 Infektionen diagnostiziert. „Die Mehrheit dieser Fälle betreffen Männer, die Sex mit Männern haben, aber es sind auch Frauen und heterosexuelle Männer betroffen, die soziale Kontakte zu dieser Gruppe haben“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung der Behörde. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass sich die meisten Infektionen „an großen Orten wie Fitness-Studios, Bars, Theatern und Nachtclubs“ ereignet hätten.

Mumps selbst kann nicht behandelt werden. Allerdings können die Symptome gelindert werden. Dazu gehören zu Beginn der Krankheit Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Ohrenschmerzen und eventuell Kopf- und Gliederschmerzen. Später befällt das Virus unter anderem die Ohrspeicheldrüsen, was zu den für die Krankheit charakteristischen „Hamsterbacken“ und abstehenden Ohrläppchen führt. Häufige Komplikationen bei Mumps sind Hirnhaut- und Hodenentzündung, die zur Unfruchtbarkeit führen können. Diese durch Mumps hervorgerufene Hirnhautempfindung ist in Österreich meldepflichtig.

Impfung gegen Mumps ist meistens kostenlos

Mumps gehört zu den klassischen Kinderkrankheiten, doch auch Erwachsene können sich anstecken. In Österreich wird, wie auch in Deutschland, eine meist kostenlose Impfung bei Kindern gegen die Krankheit empfohlen. Wer einmal erkrankt war, ist lebenslang immun. Zwischen der Übertragung des Virus und dem Ausbruch der Krankheit liegen meistens zwei bis drei Wochen. Für andere Menschen ist Mumps etwa eine Woche vor und zwei Wochen nach Beginn der Drüsenschwellung ansteckend.

Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, direkten Kontakt oder seltener durch Gegenstände, die mit dem Speichel einer infizierten Person kontaminiert sind. So nennt das Gesundheitsamt von Los Angeles Küssen, das Teilen einer Zigarette oder das gemeinsame Trinken aus einer Tasse als Möglichkeiten einer Infektion.