Gute Stimmung mit Botschaft: Das war die World Pride Madrid

Auch Österreich zeigte sich bei der größten Parade Europas von seiner besten Seite

Worldpride Madrid 2017
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Ein voller Erfolg war die World Pride in Madrid. Mehr als zwei Millionen Menschen nahmen an der Parade teil, die am Samstag den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete. Es war eine laute Stimme für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen. Auch Österreich war prominent vertreten.

„Wen auch immer du liebst – Madrid liebt dich“

Das Programm der World Pride bestand aus einem umfangreichen Bühnenprogramm, mehreren Pride Villages in der gesamten Stadt, einer Konferenz, Sportveranstaltungen und Parties.

„Wen auch immer du liebst – Madrid liebt dich“: Unter diesem Motto feierte eine gesamte Stadt von 23. Juni bis 2. Juli. Die Straßen in Chueca, dem traditionellen Lesben- und Schwulenviertel Madrid, waren voll gut gelaunter Menschen aus aller Welt, die bis in die frühen Morgenstunden feierten.

Mehr als zwei Millionen Teilnehmer, sieben Stunden lang: Die Parade

Höhepunkt war die Parade am Samstag, die um 17.00 Uhr vom Bahnhof Atocha über die Prachtstraße Paseo del Prado bis zum zwei Kilometer entfernten Plaza de Colón führte. Die letzten Wagen trafen dort gegen Mitternacht ein.

Die Parade begann mit einer starken Abordnung der spanischen Innenpolitik. Danach folgten drei Stunden lang verschiedene Fußgruppen mit bunt wehenden Flaggen . Unter ihnen auch die spanische Fetisch-Community mit insgesamt 13 verschiedenen Mister Leather aus ganz Europa und den USA. Unter ihnen auch der amtierende Mister Leather Austria, Thomas Wucherer.

Erst danach begann die Party mit den rund 50 teilnehmenden Party-Wagen: Auch hier glänzte Österreich – unter anderem mit dem amtierenden Mister Gay Austria Michael Dalpiaz. Spanien feiert dieses Jahr das 40. Jubiläum der ersten LGBT-Paraden.

Ulrike Lunacek und Conchita vertraten Österreich bei der WorldPride

Bei der Abschlussfeier auf der Puerta de Alcalá war Österreich prominent vertreten: Die Grüne Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek war in ihrer Funktion als offen lesbische Vizepräsidentin des EU-Parlaments in einer Videobotschaft zu sehen, und das Team er EuroPride 2019 präsentierte die Veranstaltung, die in zwei Jahren in Wien stattfinden wird.

Als Höhepunkt trat Conchita Wurst auf, danach sang Eurovisions-Gewinnerkollegin Lorien. Sie war Botschafterin für die nächstjährige EuroPride in Stockholm und Göteborg.

Deutlich spürbar, aber nicht beeinträchtigend, war die Polizeipräsenz. An den Eingängen zu Chueca kontrollierten Polizisten, Mannschaftswagen und Absperrungen sollten möglichen Amokfahrern den Weg versperren und so für Sicherheit sorgen. Die Parade selbst wurde von 3.500 Polizisten gesichert, schwere LKW waren verboten, U-Bahn-Stationen an der Route gesperrt.