[Video] Ehemalige ÖVP-Ministerin für Öffnung der Ehe

Die derzeitige Generalsekretärin ist froh, nicht über dieses Thema abstimmen zu müssen

Symbolbild: Händchenhaltendes Paar
Symbolbild - Fotolia/rawf8

In der Öffentlichkeit beteuert die ÖVP auch unter Sebastian Kurz, dass die Ehe mit ihnen nicht für schwule und lesbische Paare geöffnet werde. Das hat zuletzt auch der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner bekräftigt. Doch intern scheint es anders auszusehen – zumindest, wenn man jene fragt, die sich nicht um ein aktives Amt bewerben.

Maria Rauch-Kallat würde dafür stimmen, die jetzige Generalsekretärin drückt sich um eine Antwort

So hat Maria Rauch-Kallat, ehemalige Gesundheitsministerin, dem „Standard“ am Rande des ÖVP-Bundesparteitags klar und deutlich erklärt, bei einer Gewissensabstimmung über die Öffnung der Ehe dafür stimmen zu wollen. In der Praxis ist das nicht entscheidend: Rauch-Kallat ist seit 2011 nicht mehr im Nationalrat.

Etwas schwerer mit dieser Frage tat sich Elisabeth Köstlinger, EU-Parlamentarierin und neue Generalsekretärin der ÖVP. Sie wollte diese Frage nicht konkret beantworten – als Europaparlamentarierin müsse sie nicht über Familienrecht abstimmen, und in der „neue ÖVP“ unter Sebastian Kurz werde es in Hinblick auf den Programmprozess im Herbst darüber eine Diskussion geben.

Letzte Woche hat der Deutsche Bundestag über die „Ehe für alle“ abgestimmt. Mit den Stimmen von SPD, Linken und Grünen wurde die Ehe für schwule und lesbische Paare geöffnet. Für die Abgeordneten von CDU und CSU wurde der Fraktionszwang aufgehoben – 75 von ihnen votierten ebenfalls für die Ehe-Öffnung. In Österreich würde ein ähnlicher Prozentsatz derzeit ebenfalls zu einer Öffnung der Zivilehe führen.