Geistlicher stahl Kollekte, um Spaß mit Callboys zu finanzieren

Insgesamt ergaunerte der ungeistliche Geistliche mehr als 16.000 Euro für seinen sündigen Lebensstil

Priester
Symbolbild - Fotolia

Stehlen, außerehelichen Sex mit Männern haben und zu Prostituierten gehen – das sind drei Dinge, die ein Geistlicher tunlichst vermeiden soll. Einem britischen Geistlichen ist das wohl etwas schwer gefallen: Er hat beträchtliche Summen gestohlen, um damit Callboys zu finanzieren.

Er stahl die Kollekte und borgte sich bei Gläubigen Geld

Andrew Sloane war der Vikar der St. Pauls Church in Knightsbridge, einem Stadtteil im Westen von London. Doch dann fiel Gemeindemitgliedern auf, dass in der Kasse Geld von der Kollekte fehlte – fast 4.000 Pfund, umgerechnet etwa 4.500 Euro. Eine Überwachungskamera zeichnete schließlich auf, wie Sloane das Geld aus einem Safe der Pfarre stahl.

Nun stand der Geistliche vor dem weltlichen Gericht in Westminster. Dort gab der Vikar auch zu, auch drei weibliche Gemeindemitglieder dazu gebracht zu haben, ihm Geld zu borgen. Sowohl wegen des Diebstahls als auch wegen der erschlichenen Darlehen bekannte sich der 63-Jährige schuldig. Die Schadenssumme beträgt insgesamt 14.500 Pfund, umgerechnet mehr als 16.000 Euro.

Wollte „persönliche Lebenskrise“ mit Luxus und Callboys überwinden

Denn der Grund, warum der Vikar zum Dieb wurde, ist mehr als pikant: „Der Angeklagte finanzierte damit seinen Lebensstil, engagierte Callboys und lebte über seinen Möglichkeiten“, erklärte Staatsanwältin Katie Bryan. Dabei habe es sich lediglich um eine „persönliche Lebenskrise“ gehandelt, warf der Verteidiger des Vikars ein.

Sloane entging einer Gefängnisstrafe, weil er das gestohlene Geld bereits zurückgezahlt hat. Er wurde zu zwölf Monaten auf Bewährung verurteilt und muss die Gerichtskosten tragen. Der ehemalige Vikar ist nun ins gut 300 Kilometer entfernte Leeds gezogen.