„Tonnen von Gratulationen“: US-Basketballerin Sue Bird über ihr Coming Out

Auch ihre Teamkolleginnen freuen sich für die Olympia-Goldmedailliengewinnerin

Sue Bird
Wikimedia/Danny Karwoski - CC BY-SA 3.0

Erst in der letzten Woche hat sich die US-amerikanische Basketball-Spielerin Sue Bird vom Team Seattle Storm geoutet. Nun spricht die 36-Jährige über die Reaktionen zu dieser Ankündigung.

„Ich glaube, ich habe mich gerade geoutet“, sagte sie ihrer Freundin

„Ich glaube, ich habe mich gerade geoutet“, sagte Bird nach dem Interview mit dem US-Sportsender ESPN am Telefon zu ihrer Freundin, Fußballerin Megan Rapinoe. Denn: „Ich bin eine private Person in der Hinsicht, dass ich mein Leben nicht veröffentliche. Aber wenn ich gefragt werde, kneife ich nicht“, so Bird am Freitag zu Journalisten. „So gesehen war ich irgendwie seit langem bereit, dass mich das jemand fragt. Das war ich wirklich. Ich wollte nur nicht vorpreschen und es sagen.“

Dass sie lesbisch ist, wusste Sue Bird schon seit dem College – nur hatte sie bis jetzt keine Lust, es öffentlich zu machen: „Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass es jeder in meinem Leben wusste. Das Team – alle wussten es. Es war nicht etwas, und das möchte ich nicht besonders herausstreichen, das ich versteckt habe oder etwas, das mich gequält hat. Es gibt diese falsche Vorstellung, dass es einem schlecht gehen muss, wenn man nicht öffentlich out ist. Und das war nicht der Fall.“

Sue Bird bekam nur positive Reaktionen auf ihr Coming Out

Die Reaktionen auf dieses Coming Out waren außerordentlich positiv. „Ich hatte einige wirklich coole Begegnungen, von Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin und eine Weile nicht mit geredet hatte. Oder mit Leuten, die ich während meiner Zeit in Seattle getroffen hatte. Nur Tonnen Positives, gute Stimmungen, Gratulationen und Glückwünsche.“

Auch bei ihren Kolleginnen kam das Coming Out gut an. Beispielsweise von Diana Taurasi, die bei Phoenix Mercury spielt und mit der ehemaligen Basketballspielerin Penny Taylor verheiratet ist.„Jeder geht damit anders um“, so die Spielerin, die in Connecticut mit Bird zusammen gespielt hat. „Sue ist ohne die Scheinwerfer eine sehr private Person. Also glaube ich, das war etwas, das sehr authentisch war.“

„Ich freue mich für sie“, sagte auch Breanna Stewart, die mit ihr bei Seattle Storm spielt. „Ich freue mich über das, was sie tut. Wo sie ist. Wer sie ist. Und so sollte es sein.“