Journalisten enthüllen: Das ist die gefährlichste Dating-App

Nach der Analyse von mehr als 1.000 Verbrechen gibt es einen eindeutigen "Sieger"

Jack'd
Jack'd/GGG.at

Ohne Dating-Apps wie PlanetRomeo, Grindr oder Scruff wäre unser (Sex-)Leben wohl um einiges langweiliger – es wäre aber auf jeden Fall sicherer: Bei tausenden Verbrechen in den letzten Jahren spielten diese Plattformen eine nicht unwesentliche Rolle.

So haben in Australien Teenager mehrere Männer nach einem Grindr-Date erpresst: Sie haben ihnen beim Date gesagt, dass sie minderjährig seien und forderten Schweigegeld. In New York hat der Ex-Freund eines 32-Jährigen ein falsches Profil angelegt, woraufhin mehr als 700 Männer den Ahnungslosen bedrängten.

Britische Journalisten analysierten 1.795 Verbrechen aus fünf Jahren

Aber mit welcher Plattform ist die Wahrscheinlichkeit, zum Opfer eines Verbrechens zu werden, am höchsten? Das hat sich die britische Boulevard-Zeitung „The Sun“ nun genauer angesehen. Sie haben die britische Kriminalstatistik der letzten fünf Jahre analysiert, um auf diese Frage eine Antwort zu bekommen.

Dafür haben sie sich 1.795 Verbrechen zwischen 2011 und 2017 genauer angesehen – darunter waren Mordversuche, Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe, Erpressungen, Stalking und noch mehr. Und die Journalisten kamen zu einem eindeutigen Ergebnis.

56 Prozent der Übergriffe nach einem Online-Date gehen auf eine Seite zurück

Die gefährlichste Dating-Seite in Großbritannien ist demnach „Plenty of Fish“ (POF). Die Dating-Plattform aus Kanada richtet sich vor allem an heterosexuelle Singles. Sie gibt an, 3 Millionen aktive Mitglieder zu haben und sieht sich als „führende kostenlose Online-Seite“.

Doch auch in einer anderen Statistik ist POF führend: Der „Sun“ zufolge war bei 56 Prozent der Straftaten, bei denen eine Dating-App eine Rolle spielte, diese App „Plenty of Fish“. Bei der Plattform ist man – wenig überraschend – darüber nicht besonders erfreut. Die Sicherheit der User liege der Seite am Herzen, heißt es in einer Stellungnahme.

„Gemessen an der Größe der Community sind wir nicht unempfindlicher gegen Personen mit bösen Absichten als die Gesellschaft als Ganzes, und wir raten unseren Usern, Vorsicht mit den Menschen, die sie treffen, walten zu lassen“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Bei zehn Prozent der untersuchten Fälle spielte Grindr eine Rolle

Auf Platz zwei in der Statistik landete Tinder mit 26 Prozent der Verbrechen. Als einzige schwule Plattform hat es Grindr mit 10 Prozent der gemeldeten Verbrechen in diese unrühmliche Statistik geschafft. Beide Plattformen haben dazu keine Stellungnahme abgegeben.

Was man selbst machen kann, damit ein Date sicher abläuft, hat GGG.at in seinem InfoCenter zusammengefasst.