Terror-Überlebender von Manchester ist Anschlag ist Barcelona knapp entkommen

Chris Pawley war zum Zeitpunkt des Anschlags nur wenige Straßen entfernt

Chris Pawley
Chris Pawley/Facebook

Der Schutzengel von Chris Pawley hat zur Zeit jede Menge zu tun: Im Mai entkam er um wenige Sekunden dem Terrorangriff beim Ariana-Grande-Konzert in Manchester. Nun war er bei dem Anschlag in Barcelona in der Nähe des Tatorts – und ist wieder unbeschadet davongekommen.

Zum Circuit Festival nach Barcelona – und jetzt wieder einem Terroranschlag entkommen

Mit seinem Partner Corey Lorde wollte Pawley gerade das Circuit-Festival in Barcelona genießen: Noch bis zum Sonntag sind zehntausende schwule Männer in der Stadt, um an der zweiwöchigen Party-Reihe teilzunehmen. Sie erreicht dieses Wochenende mit der Main Party ihren Höhepunkt – und auch Pawley hat zunächst unbeschwert an den Parties teilgenommen.

Doch dann bereitete der Anschlag auf den Ramblas dem Vergnügen ein jähes Ende. Als der Transporter auf den Ramblas in die Menschen fuhr, war er nur wenige Meter entfernt. „Ich kann es nicht glauben, dass wir am gleichen Ort sind wie der nächste Terroranschlag“, schrieb Pawley auf Twitter. „Wir waren nach dem Vorfall in der Gegend“, erklärt der 30-Jährige den „Manchester Evening News“.

„Wir sind gerade zurück ins Hotel gekommen, als uns der Angriff in der [Manchester] Arena eingeholt hat – ich kann es nicht glauben. Das erste Mal haben wir auf unseren Handys über Sky News davon gehört, weil ich ihre Push-Nachrichten bekomme. Dann haben wir all diese Reporter mit den Kameras gesehen und konnten nur mehr Schlangen von Rettungswagen sehen“, erinnert er sich weiter gegenüber der Zeitung.

„Die Geschäfte haben die Rollläden heruntergelassen und die Armee ist unterwegs“

Auf Facebook postete Pawley ein Video vom Carrer de Pelai, das die Straßensperren und einen Rettungswagen zeigt. Darauf ist auch zu sehen, wie dutzende Menschen telefonieren und sich vor den eilig errichteten Absperrungen Schaulustige ansammeln. Danach habe er die Gegend verlassen, sagte er den „Manchester Evening News“.

Über das soziale Netzwerk richtete er auch seinen besorgten Freunden und Verwandten aus, dass es ihm gut gehe: „Ich möchte jeden wissen lassen, dass es Corey und mir gut geht. Wir bekommen viele Nachrichten. Es ist verrückt hier, die Geschäfte haben die Rollläden runtergelassen und die Armee ist unterwegs, aber ich hoffe, dass alle Verletzten okay sind.“

Bei dem Anschlag iin Barcelona wurden  13 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. Die Polizei sucht weiter nach dem Attentäter. Er soll sich um einen erst 17-Jährigen handeln.