Zwei neue Ampelpärchen-Kreuzungen in Wien

Die Sympathieträger werden bald auf zwei Kreuzungen im zweiten Bezirk strahlen

Ampelpärchen
Manfred Werner/Wikimedia - CC BY-SA 3.0

Sie haben mittlerweile weltweite Bekanntheit erreicht: Die schwulen, lesbischen und heterosexuellen Ampelpärchen, die seit dem Song Contest 2015 auf einigen Fußgängerampeln zu finden sind. Anlässlich des Musikwettbewerbs hat die Stadt Wien die Pärchen an 54 Orten anbringen lassen. Nun will die Stadt Wien weitere Ampelpärchen montieren, berichtet der ORF Wien.

Ampelpärchen sind schon an 64 Wiener Kreuzungen zu finden

Mittlerweile gibt es an 64 Kreuzungen in Wien Ampelpärchen. In den nächsten Wochen sollen an zwei Kreuzungen in Wien-Leopoldstadt weitere dazukommen. „Und zwar an der Praterstraße, Ecke Aspernbrückengasse und Hollandstraße, Ecke Kleine Sperlgasse“, heißt es aus der zuständigen Magistratsabteilung (MA) 33 gegenüber dem ORF.

Ursprünglich sollten die Ampelpärchen nur für die Zeit zwischen Song Contest und Life Ball 2015 auf den Wiener Kreuzungen leuchten. Doch schon nach kurzer Zeit hat die zuständige Wiener Planungsstadträtin Maria Vassilakou von den Grünen verkündet, dass sie bleiben dürfen.

Auch in anderen Städten leuchten die Pärchen von den Ampeln

Auch einige andere Städte übernahmen die Idee – oder auch gleich die Wiener Entwürfe für die Ampelpärchen: Zuerst hat die Stadt München beschlossen, anlässlich des dortigen CSD schwule und lesbische Ampelpärchen in der Stadt anzubringen. Auch in Frankfurt/Main gab es zum CSD die Pärchen auf einigen Verkehrsampeln der Stadt.

Auch in Salzburg und Linz waren die Ampelpärchen zu sehen. Und als der zuständige FPÖ-Stadtrat Markus Hein sie auf der Linzer Mozartkreuzung abmontieren hat lassen, gab es einen internationalen Aufschrei. Das rief auch Bürgermeister Klaus Luger auf den Plan.

Das Abmontieren erwecke „den Eindruck, Linz sei eine kleinkarierte Stadt. Das wollen wir nicht sein“, ärgerte sich der SPÖ-Politiker. Im Gemeinderat wurde daraufhin schon kurz danach mit den Stimmen von NEOS, Grünen, KPÖ und SPÖ beschlossen, die Ampelpärchen in Linz wieder aufzuhängen.

Ampelpärchen machen auch den Verkehr sicherer

Und die Ampelpärchen erhöhen auch die Verkehrssicherheit: Weil bei den Ampelpärchen zwei Personen zu sehen sind, habe sich die Leuchtfläche um 40 Prozent erhöht, so Harald Bekehrti von der MA33. Dadurch würden weniger Leute bei Rot über die Straße gehen. Demnach hat die MA 33 in eigenen Untersuchungen um 18,22 Prozent weniger „Rotlichtgeher“ festgestellt.