Mann zündet Chef an, weil er ihn angeflirtet hat

Mehr als fünf Jahre Haft für einen Australier

Justitia
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In Australien ist ein Schafscherer zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte seinen Chef angezündet, nachdem dieser ihm angeblich schwule Avancen gemacht hat.

Der 32-jährige David Scott hat im Juli 2016 für das spätere Opfer Anthony Charles Wray auf einem Anwesen in Kalannie im Westen Australiens gearbeitet. Dabei hatte er seine Wohnwagenkabine direkt neben der seines Chefs. Das berichtet The West Australian.

Mit Diesel überschüttet, angezündet und dann die Situation beobachtet

Weil ihm Wray „unerwünschte homosexuelle Avancen“ gemacht haben soll, soll Scott kriminell geworden sein: Als sein Chef schlief, überschüttete er ihn zunächst mit Diesel. Dann schoss er mit einem brennenden Besenstiel einen Feuerball in die Wohnwagenkabine, in der Wray schlief.

Der Feuerball traf Wray auf der Brust – daraufhin wachte er auf und rannte panisch aus dem Wohnwagen. Das rettete ihm das Leben. Als er hinausrannte, sah er Scott in der Nähe der Kabine, dabei hielt er noch den brennenden Besenstiel.

Der Richter glaubt dem Angeklagten das Tatmotiv nicht

Für Bezirksrichter David Perry war das Verbrechen „bizarr und potenziell katastrophal“ für Wray. „Sie haben ihn angesehen und nichts gesagt“, rügte der Richter den Angeklagten.

Scott, der während der Tat nicht alkoholisiert war, blieb auch vor Gericht dabei, dass die schwulen Annäherungsversuche der Grund für den Angriff waren. Doch das glaubte der Richter nicht: „Die Geschworenen haben ihre Version des Geschehenen ganz offensichtlich nicht akzeptiert“, sagte er dem Angeklagten zum Schluss.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung.