Italien: 20-Jähriger von Ex-Freund getötet und in Koffer gestopft

17-Jähriger rief seine Freunde und erstickte seinen ehemaligen Partner

Hu Congliang
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Grausames Ende einer schwulen Beziehung in Italien: Ein 17-Jähriger wird verdächtigt, gemeinsam mit seinen Freunden seinen drei Jahre älteren Ex-Freund getötet und anschließend in einem Koffer entsorgt zu haben. Für die Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

20-Jähriger drohte seinem Ex-Freund, falls ihn dieser verlässt – das war sein Todesurteil

Die Tat ereignete sich im norditalienischen Modena –  im nahe gelegenen Prato gibt es eine sehr große chinesische Community. Der 20 Jahre alte Hu Congliang, von Freunden auch Leo genannt, soll seinem 17-jährigen Ex-Freund gedroht haben, eindeutige Bilder von ihm zu veröffentlichen, wenn er sich von ihm trennen sollte. Diese hatte er auf seinem Handy.

Dass diese Drohung sein Todesurteil werden sollte, konnte Leo nicht ahnen. Den Ermittlungen zufolge hat der 17-Jährige vier seiner Freunde in Hus Wohnung bestellt. Gemeinsam gingen sie in sein Zimmer und stellten ihn zur Rede. Dan erstickten sie ihn mit einem Kissen. Seine Leiche stopften sie in einen Koffer, den Leo unter seinem Bett hatte.

Kaltblütig verabschieden sie sich noch von der Mutter ihres Opfers, als sie die Wohnung verließen. Sie sagten der Mutter, dass ihr Sohn die Wohnung bereits verlassen hatte. Doch sie entdeckte Stunden später die Leiche ihres Kindes, als sie bemerkt hatte, dass der Koffer nicht an seinem üblichen Ort stand.

Einer der mutmaßlichen Täter stellte sich der Polizei – doch in den Vernehmungen herrscht Schweigen

Einer der Fünf stellte sich der Polizei, diese nahm daraufhin auch die anderen vier fest. Die weiteren Umstände sind noch unklar – denn die Ermittlungen gestalten sich schwierig, erklärt der zuständige Polizeichef Marcello Castello: „Soweit wir wissen, war diese Bestrafung eine Folge der Fotos.“

Über den genauen Ablauf weiß die Polizei noch immer nicht Bescheid: „Alle fünf sagen, sie sprechen kein Italienisch – was wir nicht glauben. Sie sind alle minderjährig und äußerst teilnahmslos. So wie ihre Eltern, die komplett unkooperativ sind“, so Castello.