77-jähriger Pensionist brutal ermordet: War das letzte Date sein Mörder?

Nach dem Tod seiner Frau traf sich Robert Theodor Christ offen mit anderen Männern

Blaulicht
Symbolbild - Archiv

Im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ermittelt die Polizei in einem brutalen Mordfall: Der 77-jährige Robert Theodor Christ aus Emmerich wurde am Freitag in der Früh tot in seinem Haus gefunden. Die Polizei möchte Medienberichten zufolge nicht ausschließen, dass sein letzter Liebhaber auch sein Mörder war.

Trotz seines hohen Alters kam Christ jeden Morgen noch auf seine Tankstelle im Stadtteil Emmerich-Elten. Als er am Freitag nicht kam, wurden die Angestellten stutzig. Sie schickten deshalb einen Lehrling zum Haus des Chefs. Der sah Blut am Türrahmen, Wasser lief aus dem Haus – und niemand öffnete.

Das Haus unter Wasser, überall Blut – und auf der Kellertreppe die Leiche des 77-Jährigen

Daraufhin fuhr gegen 9.00 Uhr der 58 Jahre alte Adoptivsohn des Mannes zum Haus und öffnete die Türe mit einem Zweitschlüssel. Er rief die Polizei. Beamte fanden schließlich die Leiche des 77-Jährigen am Fuß der Kellertreppe – brutal misshandelt. Die Obduktion ergab: Mit einem stumpfen Gegenstand wurden ihm Schädel und Gesicht eingeschlagen, die Leiche wies außerdem Schnitt- und Stichwunden auf.

Es war wahrscheinlich kein schneller Tod: Die Polizei fand in allen Stockwerken Blutspuren. Eine gemeinsame Mordkommission des Polizeipräsidiums Krefeld und Beamten der Polizei Kleve hat die Ermittlungen übernommen. Bei der Suche nach dem Täter tappt die Mordkommission derzeit noch im Dunkeln.

Im Haus des Opfers fehlen mehrere tausend Euro

Beim Motiv ist sie sich allerdings schon recht sicher: Sie geht aber von Mord aus Habgier aus. Denn aus dem Haus fehlen mehrere tausend Euro. Spuren zum möglichen Täter gibt es nicht viele: „Weil das Haus längere Zeit unter Wasser stand, sind allerdings viele Spuren zerstört“, erklärt Gerd Hoppmann, Leiter der Mordkommission, der „Bild“-Zeitung.

Prinzipiell war Robert Theodor Christ ein sehr vorsichtiger Mann. Deshalb vermutet die Polizei den Täter auch in seinem persönlichen Umfeld. Seit seine Frau im Jahr 2013 verstarb, traf sich das Opfer offen mit anderen Männern. Kontakte knüpfte er dabei auch übers Internet. Die Polizei möchte deshalb nicht ausschließen, dass Robert Theodor Christ von einem Date getötet wurde.

Wo war Robert Theodor Christ zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagfrüh?

Die Polizei sucht nun nach Zeugen: Besonders interessiert ist die Mordkommission dabei an Personen, die zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagfrüh Kontakt zu dem 77-Jährigen hatten. Denn lebend wurde Robert Theodor Christ zuletzt am Donnerstag gegen 16.20 Uhr gesehen, als er von seiner Tankstelle wegfuhr.

Nun sucht die Polizei Zeugen, die Christ, der einen auffälligen weißen Mercedes fuhr, zwischen diesem Zeitpunkt und Freitagfrüh gesehen haben. Auch wer im Bereich des Wohnhauses des 77-Jährigen verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder andere Angaben zum Todesfall machen kann, soll sich bei der Mordkommission in Emmerich unter +49/(0)2821/5040 melden.