Eminem: „Ich hatte Dates mit Typen über Grindr“

Der US-Rapper macht ein unerwartetes Geständnis

Eminem
Marshall Mathers - CC0

Für Irritationen über seine sexuelle Orientierung sorgt wieder US-Rapper Eminem. In einem Interview mit einem Online-Magazin sagt er, er habe nach seiner Scheidung auch Dates auf Grindr ausgemacht.

Irgendwie weiß man ja nie, wem man auf Grindr seine Nacktfotos schickt. In den USA könnte es vielleicht einer der bekanntesten Rapper der Gegenwart sein – wenn man seinem letzten Interview glaubt. Denn im Gespräch mit dem US-Magazin Vulture macht Eminem ein unerwartetes Geständnis über sein Sex-Leben.

Immer wieder hat Eminem Dates über Tinder – und Grindr, sagt er

Auf die Frage, ob er sich derzeit mit jemandem treffe, sagt der 45-Jährige, dessen neues Album „Revival“ gerade auf den Markt gekommen ist: „Es ist hart. Seit meiner Scheidung hatte ich ein paar Dates, und nichts hat so funktioniert, dass ich es öffentlich machen wollte. Dating ist nicht das, was ich gerade mache.“ Und die Frage, ob er seine Dates auf Tinder getroffen habe, bestätigt er.

Als der Reporter nachfragt, geht Eminem noch einen Schritt weiter. „Und auf Grindr. Ich bin auch in Stripclubs gegangen.“ Ob er wirklich auf der schwulen Dating-Plattform zu finden war, behält er allerdings für sich.

Heute weist Eminem den Vorwurf zurück, er sei schwulenfeindlich

In den letzten Jahren hat Eminem mit seiner Einstellung zu Lesben und Schwulen und seiner eigenen sexuellen Orientierung immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. So wurde er unter anderem wegen homophober Passagen auf seinem Album „My Name Is“ kritisiert. Auch dazu nahm der 45-Jährige in dem Interview mit Vulture Stellung.

„Als ich deshalb in die Kritik kam, habe ich mir gedacht: Okay, ihr Leute glaubt, ich bin homophob? Ich sag euch eines: Darum  gab’s die Figur des Ken Kaniff und all das Zeug. Ich habe versucht, Leute zu provozieren, die mich für etwas hielten, das ich nicht war. So wahr mir Gott helfe – die Wahrheit ist, dass nichts davon für mich wichtig ist. Ich habe kein Problem mit der Sexualität, Religion oder Rasse von jemandem. Jeder, der meiner Musik folgt, weiß, dass ich gegen Bullies bin. Darum hasse ich diesen verdammten Bully Trump – und ich hasse die Idee, dass ein Kid, das schwul ist, dafür bezahlen muss“, so Eminem.

Ein diamantbesetzter Cockring für Elton John

Er sei für vieles, was er getan hatte, missverstanden worden und weiß, dass er oft übers Ziel hinausgeschossen habe, weiß Eminem heute: „Ich meine, Elton John zu treffen und mit ihm eng befreundet zu sein, heißt nicht, dass ich sage: ‚Hey, ich habe einen schwulen Freund‘. Ich sage, Elton John hat meine Unterstützung. Und er würde für mich einstehen.“

Dem entsprechend hat er Elton John und seinem Ehemann David Furnish auch ein ganz besonderes Hochzeitsgeschenk gegeben: Mit Diamanten verzierte Cockringe. „Ich hatte auch einige diamantenbesetzte Cockringe. In meinem Schlafzimmer“, verrät der Rapper dazu gegenüber Vulture.