Nierenversagen: Salvador Sobral wieder auf der Intensivstation

Sorge um den Song-Contest-Gewinner, aber die Ärzte sind optimistisch

Salvador Sobral
EBU

Es schien wie ein kleines Weihnachtswunder: Vor eineinhalb Wochen hat Song-Contest-Gewinner Salvador Sobral ein neues Herz eingepflanzt bekommen. Die Ärzte waren optimistisch. Doch nun liegt der 27-Jährige wieder auf der Intensivstation: Seine Nieren haben versagt.

„Es hat in den vergangenen Tagen einige Rückschläge gegeben“, sagt ein Krankenhaus-Sprecher

Nur eine Woche, nachdem Sobral aus dem Krankenhaus entlassen wurde, musste er jetzt wieder eingeliefert werden. Wie spanische und portugiesische Medien berichten, musste er wegen Nierenversagens erneut ins Krankenhaus Santa Cruz in Carnaxide eingeliefert werden.

„Es hat in den vergangenen Tagen einige Rückschläge gegeben, aber die Situation hat sich stabilisiert“, bestätigt ein Sprecher der Klinik in der portugiesischen Zeitung Correio da Manhã. Die Ärzte sollen jedoch davon ausgehen, dass Sobral dank medikamentöser Behandlung den Weihnachtsabend mit seiner Familie verbringen kann.

Im August wollte Salvador Sobral seinen Körper schon der Wissenschaft übergeben – im Dezember bekam er ein neues Herz

Savador Sobral hatte am 13. Mai mit der Ballade „Amar Pelos Dois“ (Liebe für zwei) den Eurovision Song Contest in Kiew gewonnen. Bei den Proben musste er sich wegen seiner schweren Herzrhythmusstörungen einmal von seiner Schwester vertreten lassen. Wenige Monate danach musste er sich wegen eines schweren Herzfehlers zurückziehen. Anfang September gab der 27-Jährige ein Abschiedskonzert.

Im August sagte er seinen Fans in einer persönlichen YouTube-Message, es sei an der Zeit, „seinen Körper der Wissenschaft zu übergeben“. Das Herz von Sobral wurde immer schwächer, Ende September musste der Sänger schließlich in die Intensivstation des Krankenhauses Santa Cruz im portugiesischen Carnaxide eingeliefert werden.

Mitte Dezember kam schließlich die erlösende Nachricht: Salvador Sobral hat ein Spenderherz bekommen. Auf das passende Organ musste er seit August 2016 warten. „Wenn alles gut geht, wird er ein völlig normales Leben haben“, war sein Chirurg Miguel Abecasis noch optimistisch. Doch dieser Weg ist offenbar steiniger als gedacht.