Australien schickt zwei offen lesbische Sportlerinnen zu Olympia

Auch Snowboarderin Belle Brockhoff und Langläuferin Barbara Jezeršek kämpfen in Pyeongchang um Medaillen

Flagge von Australien
Archiv

Auch Australien schickt zwei Athletinnen aus dem „Team LGBT“ zu den Olympischen Winterspielen ins südkoreanische Pyeongchang. Neben der Snowboarderin Belle Brockhoff wird auch die Langläuferin Barbara Jezeršek um Medaillien kämpfen.

Für Jezeršek sind es zwar schon die dritten Olympischen Winterspiele, doch die ersten für ihre neue Heimat Australien. Seit 2016 hat sie auch die australische Staatsbürgerschaft. In Vancouver und Sotschi ist sie für ihr Geburtsland Slowenien gestartet – wenn auch nicht mit großem Erfolg. Ihre beste Olympia-Platzierung war ein 11. Platz in der Staffel bei den Spielen 2014 in Sotschi.

Eine Verletzung machte den Start von Belle Brockhoff lange unsicher

Bei Belle Brockhoff war der Start lange unsicher: Die 25-Jährige laborierte noch an einer Knieverletzung, die sie sich erst im Dezember zugezogen hatte. Nun hat sie grünes Licht von ihrem Arzt bekommen.

Brockhoff hat sich 2013 öffentlich als lesbisch geoutet –auch um im Vorfeld der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi 2014 ein Zeichen gegen homophobe Gesetze in Russland zu setzen. Vor den Spielen hat sie noch gemeint, sie wolle Präsident Wladimir Putin deshalb noch „den Arsch aufreissen“. Sie erreichte im Snowboardcross den achten Rang.

Damit gibt es mindestens acht offen schwule, lesbische und bisexuelle Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Neben den US-Amerikanern Gus Kenworthy und Adam Rippon treten auch der Kanadier Eric Radford, die Niederländerinnen Cheryl Maas und Ireen Wüst sowie die österreichische Schispringerin Daniela Iraschko-Stolz an.