HOSI Salzburg startet Schulungen zu „Vielfalt im Beruf“

Ein klares Bekenntnis von Stadt und Land Salzburg zu vielfältigen Lebensweisen

Vielfalt im Beruf
HOSI Salzburg/Niko Zuparic

Die HOSI Salzburg startet ein neues Bildungsprojekt. Unter dem Titel „Vielfalt im Beruf“ sollen spezielle Schulungen die Akzeptanz im Berufsleben erhöhen. Projektpartner sind die Hil Foundation, Stadt und Land Salzburg.

Diese Bildungsinitiative soll zu einem professionellen Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Berufsleben beitragen. Dazu sollen Multiplikatoren – also Personen, die ihr Wissen dann im eigenen Umfeld weitertragen –  in speziellen Workshops für die vielfältigen Lebensrealitäten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, transidenten, intergeschlechtlichen und queeren Menschen sensibilisiert werden.

Das Programm soll Regenbogenkompetenzen in der Arbeitswelt vermitteln

„Für einen wertschätzenden Umgang in der Berufswelt braucht es mehr als nur eine offene Grundhaltung. Es braucht Wissen über gesundheitliche Risikofaktoren, die Lebensrealitäten von LGBTIQ-Personen und die richtigen Ansprechstellen. Unser neues Fortbildungsangebot vermittelt Regenbogenkompetenzen, damit etwa Bildungseinrichtungen oder Einrichtungen der Sozialen Arbeit adäquat, menschenrechtsbasiert und gewaltpräventiv agieren können“, erklärt Gabriele Rothuber, Obfrau der HOSI Salzburg.

Unterstützung dafür kommt von der Politik: „Ich setze mich für eine offene Gesellschaft ein, in der wir uns an unserer Vielfalt und unseren Gemeinsamkeiten erfreuen“, so die zuständige Landesrätin Martina Berthold von den Grünen. Mit ihrem neuen Projekt sensibilisiere die HOSI Salzburg Multiplikatoren in Schulen, Jugendzentren, Sozialeinrichtungen und Behörden und setze sich stark für die Rechte von sexuellen Minderheiten ein.

„Vielfalt ist ein zentraler Wert unserer offenen Gesellschaft“

„Vielfalt ist ein zentraler Wert unserer offenen Gesellschaft“ fügt Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer von der SPÖ hinzu. „Als Menschenrechtsstadt geben wir ein klares Bekenntnis für vielfältige Lebensweisen ab – sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ist ein Teil davon! Doch wir müssen auch offen über unangenehme Themen wir Homophobie, Transphobie oder Diskriminierung in der Arbeitswelt reden. Deshalb unterstützt die Stadt Salzburg die wichtige Initiative der HOSI.“

Die Projektleitung für „Vielfalt im Beruf“ übernimmt Kathleen Schröder. Die diplomierte Mediatorin hat zuletzt in der Mädchenberatungsstelle sprungbrett gearbeitet. Schröder bringt jahrelange Erfahrung aus ähnlichen Bildungsprojekten wie der queerconnexion in Wien ein und wurde von der HOSI Salzburg bereits letztes Jahr mit der Konzepterarbeitung beauftragt. Es gibt auch schon erste Anfragen für Fortbildungen.

Erfahrung in diesem Bereich hat die HOSI Salzburg bereits: Mit ihrem Projekt „Schule der Vielfalt“ setzte die LGBT-Organisation einen Bildungsschwerpunkt. In Workshops, die sich in erster Linie an Jugendliche und junge Erwachsene richten, konnten im letzten Jahr rund 500 Personen für die vielfältigen Lebensrealitäten sexueller Minderheiten sensibilisiert werden.