Daniela Iraschko-Stolz vor Olympia in Hochform

Österreichs erfolgreiche Schispringerin auf Erfolgskurs

Daniela Iraschko-Stolz
Ailura/Wikimedia - CC BY-SA 3.0

Die offen lesbische Schispringerin Daniela Iraschko-Stolz gibt Gas: Rechtzeitig vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang kehrt sie nach einer fast einjährigen Verletzungspause mit einem Sieg in Slowenien in den Weltcup zurück.

Erster Weltcup-Sieg nach Verletzungspause

Die 34-jährige Steirerin verwies am Sonntag in Ljubno Seriensiegerin Maren Lundby aus Norwegen auf Platz zwei. Iraschko-Stolz schaffte Weiten von 89 und 89,5 Metern. Damit hält sie nun bei 13 Weltcup-Siegen. Am Samstag hatte Iraschko-Stolz als Vierte das Podest knapp verpasst. Auf der Schanze von Ljubno hält die Österreicherin mit 96,5 Metern den Schanzenrekord.

Zuvor musste Daniela Iraschko-Stolz verletzungsbedingt fast ein Jahr pausieren. Anfang April war die gebürtige Eisenerzerin nach einer Knorpelfraktur am rechten Knie operiert worden. Nachdem in der Vorbereitung immer wieder Schmerzen im Knie auftraten, die ein qualitativ hochwertiges Kraft- und Sprungtraining für sie unmöglich machten, war Anfang November erneute Knieoperation nötig.

Ihr Saisondebut gab sie deshalb erst vor einer Woche beim Continental-Cup im slowenischen Planica – und auch hier hat sie gewonnen. Diese Ergebnisse sind gute Aussichten für Pyeongchang. Iraschko-Stolz, die bei den Olympischen Spielen in Sotschi die Silbermedaille geholt hat, ist im österreichischen Olympia-Kader.

Daniela Iraschko-Stolz ist eine der erfolgreichsten Schispringerinnen Österreichs

Daniela Iraschko-Stolz ist mit 14 Österreichischen Meistertitel eine der erfolgreichsten Schispringerinnen des Landes. Neben der Silbermedaille bei den letzten Olympischen Spielen holte sie 2011 in Oslo den Weltmeistertitel, 2015 holte die Bronze und 2017 in der Mixed-Mannschaft Silber. Außerdem ist Iraschko-Stolz Torhüterin der Frauenmannschaft des FC Wacker Innsbruck, mit dem sie 2009 österreichischer Vizemeister wurde.

Am 31. August 2013 ging Daniela Iraschko-Stolz in Innsbruck mit ihrer Partnerin, der Ärztin Isabel Stolz, in Innsbruck eine Eingetragene Partnerschaft ein. Das sehen die Sportlerin und ihre Frau auch als gesellschaftspolitisches Statement.