Freitag, 23. Februar 2024
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„Schwul runtergefahren“: Ricarda Haaser entschuldigt sich

Im ersten Durchgang sei sie "schwul runtergefahren", so die Tirolerin

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Die österreichische Schirennläuferin Ricarda Haaser hat sich für eine unbedachte homophobe Aussage entschuldigt.

Haaser war am Donnerstag im Riesentorlauf der Olympischen Spiele nur auf dem 17. Platz gelandet. Danach hatte sie im ORF-Interview nach dem Rennen gesagt: „Der ganze zweite Lauf war lockerer und flüssiger, aber trotzdem noch zu wenig. Aber das Gefühl war doch besser als im ersten Lauf. Vor allem oben war es viel besser, da bin ich nicht so schwul runtergefahren wie im ersten Lauf.“

Kritik von Aktivisten aus Deutschland und der Schweiz an der Tirolerin

Dass sie „schwul“ als Synonym für eine schlechte Leistung benutzte, sorgte für viel Kritik an der 24-jährigen Tirolerin in Sozialen Netzwerken. Das deutsche Netzwerk „Enough is Enough“ forderte eine Entschuldigung von der 24-Jährigen. Das Schweizer LGBT-Magazin „Mannschaft“ meinte: „Wer das Wort schwul als Synonym von ungeschickt, schlecht, missglückt etc. benutzt, verhält sich nicht besser als pubertierende Jungs auf dem Schulhof oder Hooligans im Fußballstadion.“

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Der Österreichische Skiverband reagierte umgehend und beschloss gemeinsam mit der Läuferin mit einer Entschuldigung zu reagieren. „Sollte ich mit meiner Aussage jemandem zu nahe getreten sein, entschuldige ich mich dafür. Das war nicht meine Absicht“, schrieb die Tirolerin noch gestern auf Facebook.