Startet Conchita Wurst bald als Mann durch?

Erneut spricht Tom Neuwirth in einem Interview über die Zeit nach der erfolgreichen Kunstfigur

Conchita
Thomas Ramstorfer/ORF

Am Sonntag hatte Conchita Wurst ihren großen Auftritt mit dem BBC Orchestra im Londoner Palladium Theater. Doch schon zuvor erregte die Gewinnerin des Song Contest von 2014 mit einem Interview Aufsehen.

„Ich habe viele Interessen, für die ich keine Perücke und falsche Wimpern brauche“

In einem Interview sagte Conchita, hinter der der 29-jährige Thomas Neuwirth steckt, dass sie sich auch eine Karriere als Mann vorstellen könne. „Ich weiß, dass es irgendwann passieren wird, denn ich habe so viele Interessen, die ich ausprobieren möchte und die definitiv keiner Perücke und keine falschen Wimpern bedürfen“, so Conchita in London.

Noch gebe es dafür allerdings keinen Zeitplan, beruhigte Conchita ihre besorgten Fans. Denn sie habe noch viele große Pläne als Conchita: Dazu gehört auch das Album „From Vienna with Love“, das im Oktober herauskommen soll und sie zusammen mit den Wiener Symphonikern aufgenommen hat. Ein eigenes neues Album und eine Tour sind ebenfalls in Planung.

Bereits vor einem Jahr wollte Tom Neuwirth „eine neue Persona schaffen“

Ähnlich hat sich Conchita bereits vor einem Jahr gegenüber einer deutschen Zeitung geäußert. „Ich habe das Gefühl, eine neue Persona schaffen zu wollen. Vielleicht noch gar nicht mich. Aber mit der bärtigen Frau habe ich seit dem Song-Contest-Sieg im Prinzip alles erreicht.“, erklärte sie in einem Interview.

Die Figur der Conchita habe sich seit ihrer Entstehung bereits massiv gewandelt: „Anfangs war ich sehr trashig, als ich noch in der Burlesque-Szene unterwegs war und Shows moderiert habe. Ich war laut, übertrieben, humormäßig und niveautechnisch ziemlich brachial. Ich dachte, eine Dragqueen muss so sein. Irgendwann erwachte diese gut erzogene Frau, fein gekleidet und hochgeschlossen.“

In den letzten Jahren wurde Conchita immer männlicher. Im Juni 2015 war Conchita oben ohne, mit nassen Haaren, die Brustwarzen mit schwarzem Klebeband verhüllt auf dem Cover des „Rolling Stone“ zu sehen. Dort wurde sie wegen ihrer Botschaft als „zur Zeit einflussreichster Popstar Europas“  bezeichnet.