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Kanada und Schweden sind die besten LGBT-Urlaubsziele

Dieses Jahr gab es bei einzelnen Ländern merkbare Veränderungen in der Wertung

Travelling Butts/Instagram

Kanada und Schweden sind die besten Urlaubsländer für Angehörige von sexuellen Minderheiten – zumindest, wenn es nach dem Spartacus Gay Travel Index geht. Deutschland hat die Öffnung der Ehe auf den dritten Platz katapultiert, Österreich liegt mit einem Punkt weniger auf Platz 15, die Schweiz auf Platz 21.

Insgesamt wurden dieses Jahr 197 Staaten und Territorien bewertet. Die Liste wird seit 2012 jedes Jahr erstellt. Dabei werden anhand von 14 Kriterien die rechtliche Lage und Fragen wie LGBTI-Marketing, die Akzeptanz von Homosexualität durch die Bevölkerung, der religiöse Einfluss oder Morde an Angehörigen sexueller Minderheiten bewertet. Zum ersten Mal wurden auch die Rechte von Transgender-Personen in die Wertung miteinbezogen.

Kanada erreichte durch seine Trans-Rechte den ersten Platz

Diese haben auch Kanada auf Platz eins katapultiert. Damit hat das Land, das letztes Jahr noch auf dem 3. Rang war, Schweden abgelöst. Deutlich abgerutscht sind die Vereinigten Staaten: Waren die USA im Vorjahr noch auf Platz 34, sind sie jetzt auf dem 39. Rang. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Versuche der Trump-Regierung, Rechte für Transgender im US-Militär und Antidiskriminierungsgesetze zu beschneiden.

Noch tiefer abgerutscht ist Brasilien, das eigentlich gegenüber sexuellen Minderheiten sehr offen ist und die Ehe geöffnet hatte. Von Platz 22 rutschte das südamerikanische Land auf Platz 55. Grund dafür sind die Morde an Schwulen und Trans-Personen.

So zählte die LGBT-Organisation Grupo Gay de Bahia im Jahr 2017 in ganz Brasilien mindestens 387 Morde und 58 Suizide, die eine direkte Folge von Homophobie waren. Das heißt, alle 19 Stunden starb in dem südamerikanischen Land eine LGBT-Person gewaltsam.

Ganz hinten: Tschetschenien, Saudi-Arabien, Jamaika oder der Iran

Wegen der staatlich organisierten Verfolgung schwuler Männer landete die russische Teilrepublik Tschetschenien auf dem letzten Platz. Knapp davor: Somalia, Saudi-Arabien und der Iran.

Auch von anderen bei Heterosexuellen beliebten Urlaubszielen rät der Spartacus Gay Travel Index ab: So schafft es die Dominikanische Republik auf Platz 143, die Malediven auf Rand 157 – in beiden Ländern ist Homosexualität illegal. Noch schlechter rangiert Jamaika mit Platz 174. Hier warnt auch das deutsche Außenministerium, dass ein großer Teil der Bevölkerung „Homosexuellen gegenüber feindlich eingestellt“ sei.

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