Neue Folgen von „Will & Grace“ ab Mai bei ProSieben

Zum Start gibt's gleich vier Folgen am Stück!

Will & Grace
Sean Hayes/Twitter

In den USA war das Revival der Kult-Serie „Will & Grace“ ein voller Erfolg. Nun steht auch fest, wann die neuen Folgen in den deutschsprachigen Raum kommen: ProSieben wird die neunte Staffel ab 9. Mai zeigen – jeden Mittwoch direkt nach „Grey’s Anatomy“ um 21.15 Uhr.

Vier Folgen der neuen Staffel zum Start

Zum Start gibt es gleich vier Folgen der Comedy, in den Wochen danach setzt ProSieben auf Doppelfolgen. Die Serie setzt elf Jahre nach der letzten Folge ein: Nach ihrer Scheidung zieht die Innenarchitektin Grace Adler wieder bei ihrem besten Freund, dem schwulen Anwalt Will Truman, ein.

Zumindest beruflich läuft es gut, dank ihrer Assistentin Karen Walker kann sie einen prestigeträchtigen Auftrag an Land ziehen. Und Wills bester Freund, Schauspieler Jack McFarland, versucht sich noch immer, durchzuschlagen – und sorgt mit seinem Privatleben für skurrile Situationen.

Nachdem ein Wahl-Special einschlug, entschied sich NBC für eine Fortsetzung

Gerüchte über eine Wiederkehr der beliebten Serie gab es bereits seit dem US-Wahlkampf vor zwei Jahren. Grund für die Spekulationen war ein Sketch der „Will & Grace“-Crew, mit dem sie Wahlwerbung für Hillary Clinton gemacht haben. Der Sketch wurde im Internet fast sieben Millionen Mal angesehen.

Medienberichten zufolge war der Wahl-Sketch offenbar ein Testballon für ein Remake von „Will & Grace“. Und nach dem Sieg von Donald Trump scheint der Zeitpunkt dafür perfekt. Denn in der Show sei immer auf aktuelle politische Ereignisse eingegangen worden, so „Karen“-Darstellerin Meghan Mullally.

Und noch bevor die erste neue Folge in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt wurde, hat der Fernsehsender NBC die Zahl der bestellten Folgen von 12 auf 16 Folgen erhöht. Ursprünglich hat NBC nur zehn Folgen der Kult-Comedy bestellt. Auch eine zehnte Staffel wurde schon vor der Ausstrahlung der ersten Folge fixiert.

„Will & Grace“ wurde für mehr als 230 Preise nominiert und prägte um die Jahrtausendwende eine ganze Generation

„Will & Grace“ ist eine der erfolgreichsten Serien ihrer Zeit. Die acht Staffeln, die zwischen 1998 und 2006 gedreht wurden, umfassen insgesamt 194 Folgen. Sie wurden für mehr als 230 Preise nominiert, darunter 83 Emmy Awards und 27 Golden Globes. Sie haben im Laufe der Jahre unter anderem 16 Emmys gewonnen. Hayes und Mullally halten mit je drei Screen Actors Guild Awards zudem den Rekord für die am öftesten prämierten Schauspieler.

Auch gilt „Will & Grace“ als erste Unterhaltungsserie, in der offen homosexuelle Hauptfiguren vorkommen – auch, wenn die Darstellung heute etwas klischeehaft wirkt. Deshalb gilt sie als richtungsweisend für das Vorkommen von LGBT-Charakteren im US-Fernsehen. Es gab Gastauftritte von zahlreichen Stars, von Britney Spears über Elton John oder Jennifer Lopez bis hin zu Cher.

Auch politisch hatte die Serie Einfluss: Bereits in der Staffel 2000/01 wurde die Öffnung der Ehe thematisiert. „Das war sehr früh“, erinnerte sich Megan Mullhally. Und offenbar effektiv: Als sich Vizepräsident Joe Biden im Jahr 2012 das erste Mal dafür aussprach, die Ehe zu öffnen, lobte er die Serie: „Ich denke, dass ‚Will & Grace‘ möglicherweise mehr getan hat, um die Öffentlichkeit zu bilden, als irgendjemand sonst.“