Berlin: Mutmaßlich homophober Angreifer stellt sich der Polizei

Nachdem Bilder der Überwachungskamera veröffentlicht wurden

Brandenburger Tor
Groman123/Flickr - CC BY-SA 2.0

In Berlin hat sich jener Mann bei der Polizei gestellt, der verdächtigt wird, bereits im Dezember zwei Jugendliche ins Gesicht geschlagen und homophob beleidigt zu haben. Er hat sich kurze Zeit, nachdem Fahndungsbilder von ihm veröffentlicht wurden, bei den Behörden gemeldet.

Es handelt sich dabei um einen 21 Jahre alten Mann aus Berlin. Nähere Angaben über den Verdächtigen machte die Polizei nicht. Er soll am 10. Dezember 2017 gegen 0.30 Uhr gemeinsam mit einem weiteren Unbekannten zwei Burschen im Alter von 15 und 17 Jahren am Betriebshof Marzahn in der Landsberger Allee 565 ins Gesicht geschlagen und homophob beleidigt haben. Die Jugendlichen wurden bei dem Angriff leicht verletzt.

Öffentlichkeitsfahndung führte zum Erfolg

Um den Verdächtigen zu finden, hat die Polizei Bilder aus der Überwachungskamera veröffentlicht. Diese Taktik führte offenbar zum Erfolg: Am Tag nach der Veröffentlichung stellte sich der 21-Jährige bei der Polizei. Die weiteren Ermittlungen des Landeskriminalamtes Berlin dauern an.

Die Polizei sucht auch weiterhin noch nach Zeugen den Vorfalls und andere sachdienliche Hinweise. Diese nehmen das Landeskriminalamt am Bayernring 44 in Berlin-Tempelhof unter der Rufnummer +49/(0)30/4664-953124 oder per E-Mail unter [email protected], die Internetwache der Berliner Polizei oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Einer vorläufigen Statistik der Berliner Polizei zufolge wurden den Beamten im letzten Jahr 161 Vorfälle im Bereich „sexuelle Orientierung“ gemeldet. Eine aktuellere vorläufige Statistik zeigt in den ersten drei Quartalen 2017 in Berlin 121 Straftaten aus vermuteter Homo- oder Transfeindlichkeit. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBT.