Zehn Prozent mehr Eingetragene Partnerschaften in Österreich

Erneut ist wieder Wien einsamer Spitzenreiter bei den Eintragungen

Eheringe
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Die Eingetragene Partnerschaft für schwule und lesbische Paare erfreute sich in Österreich auch 2017 großer Beliebtheit: Mit 529 Eingetragenen Partnerschaften gab es 52 Verpartnerungen mehr als im Jahr davor, das ist ein Plus von 10,9 Prozent.

Fast jede zweite Eintragung fand in Wien statt

Von diesen 529 Partnerschaften wurden 43 Prozent von Paaren begründet, die ihren Wohnsitz in Wien hatten. Auf dem zweiten Platz im Bundesländer-Ranking landete Niederösterreich mit 62 Eintragungen, gefolgt von Oberösterreich mit 60.

Bei den Geschlechtern hatten letztes Jahr die lesbischen Paare einen leichten Vorsprung: 265 Paare, das sind 50,1% aller Eingetragenen Partnerschaften, waren weiblich. Im Vergleich dazu gingen 264 schwule Paare eine Eingetragene Partnerschaft ein. Die gleichgeschlechtlichen Partnerinnen und Partner waren 2017 überwiegend zwischen 30 und 49 Jahre alt – insgesamt 57,4 Prozent aller Paare fielen in diese Gruppe.

Kein Wonnemonat Mai: Die meisten Eintragungen gab’s im Sommer und Herbst

Bei 76,4 Prozent der im Vorjahr geschlossenen Partnerschaften waren beide künftigen Partner davor ledig, die meisten anderen Partner waren geschieden. Die beliebtesten Monate für Begründungen von eingetragenen Partnerschaften waren 2017 der September mit 79, knapp gefolgt vom Juli mit 75 und den Monaten Juni und August mit je 65 Partnerschaften.

Auch 2017 war die Zahl der binationalen Partnerschaften verhältnismäßig hoch: Bei 181 Paaren war ein Partner kein österreichischer Staatsbürger, bei 39 Paaren hatten beide Partner keinen österreichischen Pass. Bei 58,4 Prozent hatten beide Partner die österreichische Staatsbürgerschaft und bei 53,5 Prozent wurden beide Partner in Österreich geboren.