Schwules Paar wurde für heterosexuelles Paar auseinandergesetzt

Diskrminierung auf einem Flug von New York nach Los Angeles: Alaska Airlines um Schadensbegrenzung bemüht

Alaska Airlines
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In den USA wurde ein schwules Paar in einem Flugzeug getrennt, damit ein heterosexuelles Paar nebeneinander sitzen konnte. Die beiden Männer zogen die Konsequenzen und verließen stattdessen die Maschine.

Entweder in die Holzklasse oder raus aus dem Flieger

Es passierte am Sonntag auf Alaska Airlines Flug 1407 von New York nach Los Angeles. Mit an Bord waren David Cooley, Mitbesitzer der bekannten Schwulenbar „The Abbey“ in Los Angeles, und sein Begleiter. Sie haben gerade in ihren zugeteilten Premium-Sitzen Platz genommen, als ein Flugbegleiter Cooleys Begleiter sagte, dass er sich entweder nach hinten in die Economy-Klasse setzen oder einen anderen Flug nehmen müsste – damit ein heterosexuelles Paar auf den Plätzen sitzen konnte.

„ich wurde in meinem ganzen Leben beim Reisen noch nie so gedemütigt“, machte Cooley danach auf Facebook  seinem Ärger Luft. „Ich habe erklärt, dass auch wir ein Paar sind und zusammen sitzen wollen.“ Doch der Flugbegleiter beharrte darauf: Entweder ging es für Cooleys Freund nach hinten, oder er müsse aussteigen. Die Reaktion der beiden war konsequent: „Wir konnten das Gefühl der Demütigung für einen langen Überlandflug nicht ertragen und verließen das Flugzeug.“

Beide verließen das Flugzeug und wollen Alaska Airlines nun boykottieren

Stattdessen flogen die beiden wenig später mit Delta Airlines nach Los Angeles – nebeneinander. David Cooley ruft die Community nun auf, Alaska Airlines zu boykottieren. „Wenn du eine LGBT-Person bist, gib‘ deine Reisedollars bitte für eine LGBT-freundliche Fluglinie wie Delta aus.“

Mittlerweile hat ein Sprecher von Alaska Airlines den Vorfall bestätigt. Cooley und sein Partner seien in dem ausgebuchten Flugzeug „fälschlicherweise“ die gleichen Sitze wie einem anderen (heterosexuellen) Paar zugewiesen worden. „Uns tut diese Situation zutiefst leid und wir gehen gerade den Umständen auf den Grund, während wir mit den betroffenen Gästen direkt Kontakt aufnehmen und versuchen, den Fehler zu korrigieren“, so die Fluglinie.

Alaska Airlines um Schadensbegrenzung bemüht: „Unterstützen Gay Prides“

Alaska Airlines habe eine „Null-Toleranz-Politik bei jeder Art von Diskrimninerung“, Diversität und Inklusion seien Teil der Grundsätze der Fluglinie. Weiters unterstütze man „dutzende gemeinnützige LGBTQ-Organisationen und Pride-Paraden entlang der Westküste“, außerdem habe man eine eigene LGBT-Gruppe in der Firma.

Ob David Cooley und sein Partner dieses Angebot annehmen werden, ist nicht bekannt. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt aber nicht besonders hoch.