Englischer Pfarrer landet „zufällig“ mit Teenager in Schwulenbar

Der Geistliche will nicht gewusst haben, in welches Lokal er da gegangen ist...

Priester
Symbolbild - Fotolia

In England steht ein Pfarrer gerade vor Gericht, weil er zwischen 1983 und 1996 fünf Burschen missbraucht haben soll. Im Zuge des Prozesses stellte sich jetzt heraus, dass sich der Reverend Terrence Grigg mit einem anderen jungen Burschen zufällig in eine Schwulenbar verirrt haben soll…

Der Priester und der junge Mann machten gemeinsam eine Reise nach London…

Wie vor Gericht herauskam, machte der heute 84-Jährige mit einem Burschen, nach Angaben des Angeklagten 19 oder 20 Jahre alt, einen Trip nach London. Dabei teilten sie sich ein Hotelzimmer, wobei Grigg vor Gericht betonte, dass sie in verschiedenen Betten schliefen und es zu keiner körperlichen Annäherung gekommen war.

Zusammen gingen sie in eine Bar, von der Grigg nicht gewusst haben will, dass sie ein schwules Zielpublikum hatte. Er habe sich für das Lokal entschieden, weil es heller war und dort auch mehr los war, erklärte der Geistliche vor Gericht seine Entscheidung.

Plötzlich bemerkte der Teenanger, dass nur Männer in der Bar waren

Deshalb hielt er das Lokal für eine bessere Wahl als ein „Altherrenpub“, so Grigg. Als sein Begleiter bemerkte, dass alle Gäste des Lokals Männer waren, stimmte ihm Grigg zu und sie verließen das Lokal „nach einem halben Bier“.

Dem Gericht erklärte Grigg seinen London-Trip mit dem jungen Mann damit, dass er wollte, dass dieser ein bisschen von der Welt sehe, da er „ein bisschen verklemmt“ sei, berichtet die BBC.

Der 84-Jährige muss sich wegen elf Fällen sexueller Übergriffe vor Gericht verantworten

Terrence Grigg, der ehemalige Priester der St Mary’s Church in Cottingham in der Grafschaft East Yorkshire, muss sich wegen neun Fällen von unsittlicher Annäherung und zwei Fällen von schweren sexuellen Übergriffen vor Gericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass seine Opfer „alle auf die eine oder andere Art verletzlich“ gewesen seien und Grigg „diese Verletzlichkeit für seine eigene sexuelle Befriedigung“ ausgenutzt hatte.

Eines der Opfer soll bei den Übergriffen erst zehn Jahre alt gewesen sein. Ein anderes Opfer war 14, als es von dem Priester missbraucht wurde. Es hielt die Übergriffe verschlüsselt in seinem Tagebuch fest, so die Staatsanwaltschaft. Grigg bestreitet alle Vorwürfe. Der Prozess wird fortgesetzt, es gilt die Unschuldsvermutung.