Die Suche dauert an: Weiter Sorge um Daniel Küblböck

Der Entertainer ist auf einem Kreuzfahrtschiff über Bord gegangen - die Suche dauert noch an

Daniel Küblböck
Daniel Küblböck/Facebook

Sorge um Daniel Küblböck: Der bekannte deutsche Entertainer und Sänger wird vermisst. Wie die Bild-Zeitung als Erste berichtete, soll der 33-Jährige vor Neufundland über Bord eines Kreuzfahrtschiffes gesprungen sein. Die Gründe dafür sind unklar. Mittlerweile sinkt die Wahrscheinlichkeit, Küblböck noch lebend zu finden, von Stunde zu Stunde.

An Bord soll sich Küblböck aggressiv verhalten haben

Küblböck war privat auf der AIDA Luna, die am 29. August von Hamburg nach New York aufgebrochen war. Nach Informationen der Boulevardzeitung soll er sich an Bord aggressiv verhalten haben. Am Sonntag wird dann gegen 5.00 Uhr früh etwa 200 Kilometer nördlich von Neufundland gemeldet, dass eine Person von Deck 5 in den zehn Grad kalten Atlantik gesprungen sei. Alle Kabinen werden durchsucht, der 33-Jährige kann nicht gefunden werden.

Mit Hilfe der Küstenwache und einem zweiten Kreuzfahrtschiff wurde daraufhin nach Daniel Küblböck gesucht. Auch zwei Helikopter waren im Einsatz – doch der 33-Jährige, der 2003 bei der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ Dritter geworden war, blieb verschwunden. Mittlerweile hat die Besatzung des Schiffs die Suchaktion abgebrochen, nun sucht noch die kanadische Küstenwache nach dem Entertainer.

Die Hoffnung, Küblböck noch lebend zu finden, ist gering: Die Zeitspanne, bei solchen Wassertemperaturen zu überleben, betrage auch für Trainierte nur etwa eine halbe Stunde, so ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zu Bild.

Mobbing in der Schauspielschule oder Geschlechtsanpassung als Grund?

Die Hintergründe für diese Tat sind völlig unklar. So gibt es Verwirrung um eine mögliche Transsexualität von Küblböck: Am Schiff soll er meistens geschminkt, in Frauenkleidern und mit hohen Schuhen unterwegs gewesen sein – genauso wie auf seinem zweiten Instagram-Profil „rosa_luxem“, wo er unter einem Bild mit den Hashtags „#transformation“ und „#transexuelle“ eine Geschlechtsanpassung andeutete.

Auf Facebook hat Küblböck Anfang August von Mobbing durch Mitschüler berichtet: „Liebe Fans, leider geht es mir psychisch und physisch immer noch nicht besser. Ich muss diesen Schmerz der letzten Monate erst noch verkraften. Dieses monatelange Mobben an meiner Schule in meiner Klasse hat mich doch zutiefst in meiner Seele erschüttert“, so der 33-Jährige. Er besucht derzeit die ETI Schauspielschule Berlin.

Die Schauspielschule hat sich mittlerweile von den Vorwürfen distanziert. „Die Behauptung über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück“, heißt es in einer Erklärung der Schule: „Wir sind zutiefst bestürzt und geschockt über das Verschwinden unseres Schülers Daniel Kaiser-Küblböck.“ Zum Schutz der Privatsphäre möchte man „zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen zu den im Internet kursierenden Gerüchten tätigen“. In Gedanken sei man bei seiner Familie, den Freunden und Fans.


Berichte über (mögliche) Suizide können bei Personen, die sich in einer Krise befinden, die Situation verschlimmern. Die Psychiatrische Soforthilfe bietet unter 01/313 30 rund um die Uhr Rat und Unterstützung im Krisenfall. Die österreichweite Telefonseelsorge ist ebenfalls jederzeit unter 142 gratis zu erreichen.