Deutschland: Brasilianischer Pfarrer nach schwulen Sex-Chat entlassen

Ungefragt tauschte der Geistliche sexuell anzügliche Nachrichten mit einem anderen Mann aus

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In Deutschland wurde ein römisch-katholischer Priester seines Amtes enthoben, nachdem er einem anderen Mann ungefragt über WhatsApp pornografische Nachrichten ausgetauscht hatte. Das bestätigte jetzt das betroffene Bistum Münster.

Seit einem Jahr war der Priester in Duisburg eingesetzt

Der Priester kam aus Brasilien, genauer aus dem Bistum Dourados. Im Rahmen einer Sabbatzeit war er seit einem Jahr als Pastor in der Pfarrei St. Franziskus Duisburg-Homberg im Bistum Münster eingesetzt. Und auf diesem Posten sollte er noch bis Jänner 2019 bleiben.

Doch am 2. Oktober wurde er mit sofortiger Wirkung von dieser Aufgabe freigestellt und aus dem Dienst des Bistums Münster entlassen. Auch die Ausübung des priesterlichen Dienstes im Bistum Münster wurde ihm untersagt.

Der Geistliche schrieb einem anderen Mann offenbar ungefragt pikante WhatsApp-Nachrichten

Der Grund dafür ist pikant: Der brasilianische Geistliche hat mit einem anderen Mann über den Messenger WhatsApp „unangemessene Nachrichten pornografischen/sexuellen Inhalts mit einem anderen erwachsenen Mann ausgetauscht“, so das Bistum in einer Presseerklärung.

Allerdings wollte der Empfänger der Nachrichten diesen sexuellen Avancen nach Informationen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) nicht und informierte das Bistum Münster Ende September über den Chat.

Das Bistum entließ den Mann mit sofortiger Wirkung

Dieses fragte bei dem Geistlichen nach. Er bestätigte dem Bischöflichen Generalvikariat zufolge, dem Mann Nachrichten sexuellen Inhalts bestätigt zu haben, daraufhin wurde er mit sofortiger Wirkung rausgeschmissen. Der Bischof von Dourados wurde vom Bistum ebenfalls über die Verfehlung seines Geistlichen informiert.

Die Pfarrei St. Franziskus Duisburg-Homberg hat etwa 8.500 Gemeindemitglieder. Nach der Entlassung des Pastors wurde dort letzten Samstag ein Dankabend abgesagt. „Ein Helferfest halten wir in dieser schwierigen Situation zurzeit nicht für angemessen“, so die Pfarre auf ihrer Facebook-Seite.