Berlin-Neukölln: Schwules Paar von Gruppe beschimpft

Ein Mitglied der Gruppe soll versucht haben, einen der beiden Männer zu schlagen

Polizei Berlin
Symbolbild

In Berlin soll am Dienstag ein schwules Paar von einer Gruppe in einer arabischen Sprache beschimpft worden sein. Der Versuch, einen der beiden Männer zu schlagen, schlug fehl, so die Berliner Polizei in einer Pressemitteilung.

Ein 25-Jähriger ging gegen 15.00 Uhr mit seinem Freund Händchen haltend in der Weserstraße in Berlin-Neukölln spazieren. Dabei kam das Paar an einer Gruppe junger Männer vorbei.

Als das Paar an der Gruppe vorbeiging, hagelte es Beschimpfungen

Plötzlich wurde der 25-Jährige aus der Gruppe heraus in einer arabischen Sprache lautstark schwulenfeindlich beleidigt. Einer der Männer soll auch versucht haben, den jungen Mann zu schlagen. Daran wurde er aber von seinen Freunden gehindert. Der 25-Jährige und dessen Freund versuchten, die Pöbler zu ignorieren, die Gruppe setzte daraufhin die schwulenfeindlichen Beleidigungen fort.

Der 25-Jährige erstattete schließlich über die Internetwache der Berliner Polizei Anzeige gegen die unbekannten Pöbler. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt nun die weiteren Ermittlungen.

In Berlin werden homophobe Taten deutlich kommuniziert

Berlin ist die einzige Großstadt im deutschen Sprachraum, die bei homo- oder transphoben Verbrechen gezielt auf den Hintergrund der Straftaten aufmerksam macht. Der aktuellen Kriminalitätsstatistik zufolge wurden in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt 105 Fälle von homo- oder transphober Gewalt registriert. Die Aufklärungsquote liegt bei 43 Prozent.

Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik ruft die Mitglieder der LGBT-Community auf, bei Hassverbrechen unbedingt Anzeige zu erstatten. Die Polizei sei eine offene Behörde, die unter anderem mit zwei Ansprechpartnern für sexuelle Minderheiten auch beratend und vermittelnd tätig ist.