Berlin: Homophobe Pöbler bewerfen Gäste mit Bierflaschen

Zwei Gäste wurde durch das Pöbel-Duo ernsthaft verletzt

Berlin, Alexanderplatz
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Einen homophoben Angriff gab es am Neujahrsmorgen am Berliner Alexanderplatz: Zwei Männer sollen in einem Lokal Gäste beleidigt und attackiert haben. Das berichtet die Berliner Polizei.

Zwei Männer suchten offenbar Streit und bepöbelten die Gäste

Der Angriff ereignete sich am 1. Jänner gegen 6.20 Uhr: Zwei Männer, 22 und 24 Jahre alt, suchten in einem kleinen Lokal am Alexanderplatz offenbar Streit. Dabei versuchten einige Gäste des Lokals mehrere Male, die Situation zu beruhigen – doch ohne Erfolg.

Auf einmal nahmen die jungen Männer mehrere Bierflaschen und warfen damit um sich. Mit einer Flasche zielten sie auf einen 41-Jährigen. Dieser erlitt durch den Wurf eine Platzwunde an der Augenbraue.

Auch ein weiterer Gast im Alter von 51 Jahren wurde von den Männern angegriffen und verletzt. Zeugenberichten zufolge beleidigte das gewalttätige Duo auch die Gäste des Lokals schwulenfeindlich.

Erst die Polizei konnte die Männer stoppen

Erst die herbeigerufene Polizei konnte die Männer beruhigen. Sie müssen sich nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzungen und Beleidigungen verantworten. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.

Im Gegensatz zu anderen Städten im deutschsprachigen Raum benennt die Berliner Polizei Gewalttaten gegen sexuelle Minderheiten explizit, bei Polizei und Staatsanwaltschaft gibt es auch eigene Ansprechpartner. Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik ruft in diesem Zusammenhang die LGBT-Community auf, Anzeige zu erstatten, wenn sie Opfer einer Straftat werden.

Der aktuellen Kriminalitätsstatistik zufolge wurden in Berlin in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt 105 Fälle von Gewalt gegen sexuelle Minderheiten registriert. Im Jahr zuvor waren es im gleichen Zeitraum 139 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt bei 43 Prozent. Die Tatorte lagen vorwiegend in den Bezirken Mitte, Schöneberg und Neukölln.