Trans-Frau läuft mit Axt Amok, Anwalt argumentiert mit Geschlechtsanpassung

26-Jährige hätte nach einem misslungenen Tinder-Date fast zwei Menschen ermordet

Evie Amati
Polizei

Nach einem missglückten Tinder-Date hat eine 26-jährige Trans-Frau in Australien die Beherrschung verloren und mit einer Axt zwei wildfremde Menschen verletzt. Nun wurde sie wegen versuchten Mordes zu neun Jahren Haft verurteilt.

Als sie bei ihrem Date abblitzte, kündigte sie den Amoklauf an

Die Tat ereignete sich am 7. Jänner 2017. Evie Amati hatte zuvor ein Date mit einer Frau, die sie über die Dating-Plattform Tinder kennengelernt hatte. Zunächst lief alles gut: Die beiden Frauen tranken Wodka und nahmen Ecstasy. Doch dann gab das Date Amati zu verstehen, dass sie die Trans-Frau nicht attraktiv finde.

Daraufhin brannten bei der 26-Jährigen offenbar die Sicherungen durch. Sie ging, rauchte zwei Joints und drohte ihrem Date. „Eines Tages werde ich viele Leute töten. Und das wird deine Schuld sein“, schrieb sie der Frau, die sie erst kurz zuvor kennengelernt hatte. Weitere Nachrichten folgten. „Die meisten Menschen verdienen es zu sterben“, schrieb sie: „Ich hasse Menschen.“

Vollgepumpt mit Drogen betritt sie mit einer Axt eine Tankstelle und schlägt unvermittelt los

Kurz darauf, es war Samstag gegen 2.00 Uhr früh, spaziert Evie Amati gelassen in einen Tankstellen-Shop. Sie trägt Turnschuhe, kurze Hosen und ein Top. Und in ihrer linken Hand eine Axt. An der Kasse schäkert sie mit Ben Rimmer, einem Kunden, der sich gerade angestellt hat.

Doch als er sich umdreht, weil er an die Reihe kommt, holt die 26-Jährige mit der Axt aus und schlägt zu. Sie trifft Rimmer im Gesicht, er geht blutüberströmt zu Boden. Ärzte werden später eine gebrochene Nase, gebrochene Wangenknochen und  eine zehn Zentimeter lange Wunde versorgen. „Wenn ich mich nicht im letzten Moment abgewandt hätte – sie hätte meinen Kopf in zwei Hälften gespalten“, ist er später überzeugt.

Dann trifft Amati jene Kundin, die zuvor gezahlt hat, vollkommen überraschend von hinten, mit zwei Schlägen. Anschließend verlässt sie die Tankstelle, als wäre nichts passiert. Die Axt hält sie dabei noch immer locker in der Hand.

Der Anwalt argumentierte mit Schmerzen von der Geschlechtsanpassung

Für diesen Angriff musste sich Evie Amati nun vor Gericht verantworten. Ihr Anwalt hat eine abstruse Verteidigungsstrategie: Die Geschlechtsanpassung habe bei der 26-Jährigen „unerträgliche Schmerzen“ hervorgerufen. Zudem habe sie psychische Probleme gehabt und habe unter Drogen gestanden, sei nicht sie selbst gewesen.

Amati gab zu, unter Drogen zu stehen und sprach selbst sprach von einer „Stimme“. Diese habe ihr befohlen, „zu töten und zu verstümmeln und die Hölle auf Erde losbrechen zu lassen.“

Das Gericht glaubte ihr das nicht ganz und sprach sie schuldig. Sie wurde zu neun Jahren Haft verurteilt. Mindestens viereinhalb Jahre muss sie davon auch im Gefängnis absitzen.