Schwuler Pensionist in Köln ermordet

Die Polizei sucht dringend nach Hinweisen und Zeugen

Blaulicht
Symbolbild - Archiv

Im Kölner Stadtteil Deutz wurde Sonntagfrüh die Leiche des 79-jährigen Valentin Lennartz gefunden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll es sich um einen Raubmord gehandelt haben, der „vermögende Senior“ soll sich auch in der Schwulenszene der Domstadt aufgehalten haben.

Freunde von Nachbarn bemerkten, dass die Wohnungstüre offenstand

Es war gegen 4.00 Uhr früh, als Freunde eines Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus bemerkten, dass die Wohnungstüre des Pensionisten in der Neuhöffer Straße offen stand. Sie betraten die Räume, fanden dort die Leiche und riefen die Polizei. Offenbar war die Wohnung zuvor durchsucht worden.

Die Obduktion bestätigte, dass Lennartz getötet wurde. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Was die näheren Umstände der Tat betrifft, tappt die Polizei allerdings noch im Dunkeln. Deshalb sucht die Polizei dringend Zeugen.

Der Pensionist dürfte in der Schwulenszene unterwegs gewesen sein

So möchte die Polizei unter anderem wissen, wer Valentin Lennartz in den letzten Tagen gesehen hat. Besonders der Samstagabend ist für die Beamten von großer Bedeutung. In der Pressemitteilung hieß es, das Opfer habe sich möglicherweise „im homosexuellen Milieu“ aufgehalten – eine Formulierung, die von vielen LGBT-Journalisten abgelehnt wird.

Außerdem interessieren die Polizei Informationen dazu, wer mit dem Opfer in Kontakt war oder den Getöteten in Begleitung gesehen hat. Auch für nähere Angaben zur Tat ist die Mordkommission dankbar – vielleicht hat jemand verdächtige Personen im Bereich der Neuhöffer Straße in Köln-Deutz beobachtet.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer +49/(0)221/229-0 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.