Innsbruck: Regenbogenbänke als Zeichen der Toleranz

"Wir sind eine bunte Stadt mit klarer Haltung zu den gleichen Rechten für alle Liebenden“, sagt die zuständige Stadträtin

Regenbogenbank
M. Freinhofer/Stadt Innsbruck

Ein im Alltag gut sichtbares Zeichen für Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten setzt die Stadt Innsbruck: Zehn Regenbogenbänke im gesamten Stadtgebiet sollen ab sofort ein starkes Signal für die Gleichheit aller Liebenden setzen.

Zehn Regenbogenbänke machen das ganze Stadtgebiet von Innsbruck bunt

„Bei uns sind alle Menschen willkommen und genießen gleiche Rechte, ganz egal wen sie lieben und an wen sie glauben“, sagt die für die Umsetzung zuständige Stadträtin Uschi Schwarzl von den Grünen zu dem parteiübergreifenden Projekt. Denn die Initiative für die Regenbogenbänke kam von den NEOS-Gemeinderätinnen Dagmar Klingler-Newesely und Julia Seidl.

Der Antrag dazu wurde letzten Juni vom Gemeinderat an den Stadtsenat zugewiesen – und Schwarzl suchte gemeinsam mit dem Städtischen Amt für Grünanlagen zehn Orte in Innsbruck aus, auf denen die Sitzbänke in Regenbogenfarben aufgestellt worden. Es sind dies der Marktplatz, der Adolf-Pichler-Platz, die Franz-Gschnitzer-Promenade, der Spielplatz Mariahilf, der Domplatz, das Löwenhaus, der Huttererpark, der Waltherpark, der Stadtpark Rapoldi und die Tiflisbrücke.

Zusätzliche Kosten hat die Aktion übrigens nicht verursacht – die Regenbogenbänke wurden an Orten aufgestellt, an denen ohnehin eine neue Lackierung der alten Bänke notwendig war.

„Ein wichtiges Bekenntnis zur Buntheit und Vielfalt in Innsbruck“

Mit-Initiatorin Julia Seidl ist von den neuen Wahrzeichen der Stadt begeistert: „Das ist ein wichtiges und dauerhaftes Zeichen der Stadt für gleichgeschlechtlich liebende Menschen, ein Bekenntnis zur Buntheit und Vielfalt in Innsbruck“ – und das hat in Innsbruck Tradition. „Wir sind eine bunte Stadt mit einer herzlichen Willkommenskultur und mit klarer Haltung zu den gleichen Rechten für alle Liebenden“, ergänzt Schwarzl.

Weitere Regenbogenbänke in Innsbruck sind möglich, aber noch nicht fix. Damit zeigt die Tiroler Landeshauptstadt, wie’s geht: Denn eine ähnliche Initiative der NEOS im Bezirksrat von Wien-Hietzing wurde von ÖVP und FPÖ abgewürgt. In anderen Städten haben die NEOS ebenfalls Anträge auf Regenbogenbänke gestellt – diese sind größtenteils noch nicht entschieden.