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Staatsanwaltschaft lässt Anklage gegen Jussie Smollett fallen

Der US-Schauspieler soll eine Attacke auf sich vorgetäuscht haben

Jussie Smollett/Instagram

Die Staatsanwaltschaft von Cook County zieht alle Anklagepunkte gegen den US-Schauspieler Jussie Smollett zurück. Er wurde verdächtigt, eine fremdenfeindliche und homophobe Attacke gegen sich selbst vorgetäuscht zu haben.

Die Staatsanwaltschaft gibt ihre Niederlage zu, Smolletts Anwälte freuen sich

Der „Empire“-Star musste sich deshalb heute in Chicago vor Gericht verantworten, dabei haben sich die Vorwürfe offenbar zerschlagen. „Nach der Prüfung aller Fakten und Umstände des Falls (…) glauben wir, dass dieses Ergebnis eine angemessene Lösung für diesen Fall ist“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

„Heute wurden alle Anklagen gegen Jussie Smollett fallen gelassen und seine Akte wurde von dieser tragischen Anklage reingewaschen“, so die Anwälte von Smollett in einer ersten Stellungnahme. „Er war ein Opfer, das verunglimpft wurde und in der Öffentlichkeit aufgrund falscher und unangebrachter Äußerungen (…) als Täter erscheinen musste“, so seine Anwältinnen Tina Glandian and Patricia Brown Holmes.

Smollett dankte im Gerichtsgebäude allen, die ihn unterstützt hatten

Smollett selbst dankte in einer ersten Stellungnahme im Gerichtsgebäude seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihn in dieser schwierigen Zeit unterstützten.
„Ich habe seit dem ersten Tag immer die Wahrheit und immer das Gleiche erzählt“, sagte er. „Ich wäre nicht der Sohn meiner Mutter, wenn ich in der Lage wäre, auch nur das Kleinste von dem, was mir vorgeworfen wurde, zu tun.“

Eine Grand Jury hatte vor etwas mehr als zwei Wochen die 16 Punkte umfassende Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den „Empire“-Schauspieler als gerechtfertigt zugelassen. Smollett selbst hatte immer seine Unschuld beteuert. Ihm drohte eine bis zu vier Jahren dauernde Haftstrafe.

Die Polizei glaubte, dass Jussie Smollett die Attacke vorgetäuscht hatte

Smollett hatte bei der Polizei ausgesagt, dass er sich ein Sandwich kaufen wollte, als plötzlich zwei Männer in Schimasken über den 36-Jährigen herfielen. Sie sollen ihn rassistisch und schwulenfeindlich beschimpft und verprügelt haben. Dann sollen sie ihm – wie früher bei rassistischen Lynchmorden – eine Schlinge um den Hals gelegt und ihn mit einer Flüssigkeit überschüttet haben.

Die Polizei ging nach wenigen Tagen davon aus, dass Smollett gelogen hatte, als er die Tat angezeigt hat: Stattdessen soll er zwei Bekannte bezahlt haben, um diesen Angriff vorzutäuschen. Der Polizei von Chicago zufolge wolle er so seiner Karriere einen zusätzlichen Aufschwung geben. Der 36-Jährige hat diese Vorwürfe stets bestritten und auch vor Gericht seine Unschuld beteuert.

Wie es beruflich mit Smollett weitergeht, ist unklar

Für Smollett hatten die Anschuldigungen auch schwerwiegende berufliche Folgen: Die Produzenten der Serie „Empire“ hatten Smolletts Figur aus der Dramaserie entfernt. Sie dreht sich um ein fiktives Hip-Hop-Label und einen Machtkampf innerhalb der Familie des Gründers. Smollett spielte darin den Singer-Songwriter Jamal Lyon, der als einer von drei Brüdern zeitweise als neuer Vorsitzender des Labels in Stellung gebracht wird.

Ob „Empire“ um eine sechste Staffel verlängert wird und ob die Figur Jamal darin wieder auftaucht, war zunächst unklar. Der produzierende Sender Fox gab dazu keine Stellungnahme ab.

Erratum: In einer früheren Version des Artikels haben wir geschrieben, dass Anklage gegen Smollett erhoben wurde. Das entspricht nicht den Tatsachen, wir entschuldigen uns für diesen Irrtum.

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