Perez Hilton outet den Sohn des Sultans von Brunei als schwul

Seit letzter Woche droht schwulen Muslimen im Sultanat Brunei die Todesstrafe durch Steinigung. Nun hat Promi-Blogger Perez Hilton den Sohn des Sultans in einem Video selbst als schwul geoutet.

„Prinz Azim ist ein guter alter Homo“

„Ihr wisst, dass ich Leute nicht mehr oute“, sagt Hilton in dem Video, das mehr als 45.000 Mal angesehen wurde: „Ich habe das früher gemacht, aber hier mache ich eine Ausnahme. Ich nehme an, der Sultan von Brunei weiß nicht, dass sein Sohn, Prinz Azim, ein guter alter Homo ist. Ich weiß das, weil ich mit Prinz Azim gemeinsam Zeit verbracht habe. Es ist so scheinheilig, dass der Sohn von dem Typen eine große Schwester ist, und er nun ein Gesetz verabschiedet hat, nach dem schwule Männer gesteinigt werden sollen.“

Und bei dieser Meinung bleibt er auch bei einem zweiten Video, das er am Montag veröffentlicht hat. „Ich weiß, dass er nicht gesteinigt werden wird. Das neue Gesetz in Brunei sagt nicht, dass es illegal ist, schwul zu sein. Es ist illegal, schwulen Sex zu haben. Und die Beweislast muss schwer sein. Das heißt, um gesteinigt zu werden musst du verurteilt werden, und dafür braucht es vier Zeugen, die den Sex gesehen haben“, verteidigt Perez Hilton das Zwangsouting des Prinzen. 

Einigen Prominenten ist ihre Freundschaft zum Sohn des Sultans mittlerweile peinlich

Prinz Haji ‚Abdul‘ Azim von Brunei ist der zweitälteste Sohn des Sultans und der Vierte der Thronfolge. Er ist für seine ausschweifenden Parties bekannt, auf der auch zahlreiche LGBT-Ikonen wie Mariah Carey, Caitlyn Jenner oder Gus Kenworthy zu sehen waren. Kenworthy hat mittlerweile ein Foto, das ihm mit dem Prinzen bei einer seiner Parties zeigt, gelöscht.

Hilton behauptet in dem zweiten Video, der Sultan wisse von der sexuellen Orientierung seines Sohnes. Eine unabhängige Bestätigung dieser Behauptungen gibt es nicht.

In Brunei ist seit letzter Woche ein auf der islamischen Scharia basierendes Strafrecht in Kraft. Es sieht für zahlreiche Delikte die Todesstrafe vor – neben gleichgeschlechtlichem Sex unter Männern auch für das Lästern über den Propheten Mohammed, Vergewaltigung oder Raub. Frauen drohen für gleichgeschlechtlichen Sex Stockhiebe oder bis zu zehn Jahre Haft.