Auch Salzburg feiert sein erstes Pride-Weekend

Schloss Mirabell in pink
R. Oberhauser/Stadt Salzburg

Nicht nur in Wien, wo morgen die EuroPride startet, wehen an diesem Wochenende die Regenbogenfahnen. In Salzburg lädt die HOSI von heute bis zum 2. Juni zum Pride Weekend. Dabei steht die Vielfalt im Mittelpunkt.

Auch das Schloss Mirabell wird in pink erstrahlen

„Am Pride Weekend erwartet uns ein buntes Programm“, erklärt Doris Posch, Mitorganisatorin und Vorstandsmitglied der HOSI Salzburg. „Wir starten mit einem Warm Up direkt in der HOSI am Freitag.“ Auch die Salzburger Szenelokale landen dazu ein, das Pride-Wochenende ausgiebig einzuläuten.

Ein besonderes Geschenk zum Pride Weekend kommt dabei von der Salzburger Stadtverwaltung: Das Schloss Mirabell wird in Pink erstrahlen. Neben den Regenbogenfahnen, die in der Stadt Salzburg gehisst wurden, soll das zur Sichtbarkeit des Pride Weekends beitragen und damit ein Bekenntnis zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ausdrücken.

Die erste CSD-Parade am Samstag soll eine Demonstration für Vielfalt werden

Höhepunkt ist dann die CSD-Parade am Samstag, so Posch: „Das ist eine Demonstration für Vielfalt und für die Rechte von LGBTIQ-Personen in unserer Stadt.“ Ab 18 Uhr zieht die Demonstration vom Hauptbahnhof mitten durch die Stadt bis zur ARGEkultur, wo sie nach Reden von Aktivisten und Politikern in das ‚Pride Fest‘ übergeht.

Der CSD Salzburg feiert seine Premiere in einem besonderen Jahr: So jähren sich zum 50. Mal die so genannten „Stonewall Inn“-Aufstände, die als Ursprung des CSD gelten. „Der CSD ist von seinem Ursprung her eine Demonstration und das ist er bis heute. Es geht um Menschenrechte, Gleichberechtigung und um Sichtbarkeit. Wir zeigen, dass wir uns nicht verstecken, sondern stolz darauf sind, so wie wir sind“, so Posch und HOSI-Salzburg-Frauenreferentin Astrid Pracher.

Stadt und Land Salzburg unterstützen das erste Pride Weekend

„Wir feiern die Vielfalt! Zum Pride Fest, das sonst das HOSI Fest ist, kann jede und jeder kommen“, freut sich auch Astrid Pracher, Frauenreferentin der HOSI Salzburg, über das erste Pride Weekend in der Mozartstadt. Unterstützt wird das Pride Weekend von Stadt und Land Salzburg, der Zivilgesellschaft und den LGBT-Gruppen der politischen Parteien.

„Pride heißt Stolz und wir können stolz sein auf alle Menschen, die sich für Vielfalt und Selbstbestimmung engagieren. Dafür danke und für das Sichtbarmachen, dass jeder Mensch ein Recht darauf hat, in dem Geschlecht zu leben, das er fühlt“, so Stadträtin Anja Hagenauer von der SPÖ.

Für viele Politiker ist die Unterstützung selbstverständlich

Auch Andrea Klambauer, Landesrätin der NEOS für Frauen, Diversität und Chancengleichheit betont den Wert von Vielfalt in einer Gesellschaft: „Ich freue mich daher, dass das Pride Weekend ausdrücklich nicht nur jene Menschen anspricht, die LGBTQ+ leben, sondern sich an alle richtet, die sich gemeinsam für Menschenrechte einsetzen.“

„Es ist wieder so weit, das Salzburger Pride Wochenende steht vor der Tür. Das ist ein passender Anlass, stolz zu sein. Stolz, dass in Salzburg alle lieben können wie und wen sie wollen. Das ist nicht selbstverständlich und dafür setze ich mich aus voller Überzeugung ein“, betont auch die Salzburger Stadträtin Martina Berthold von den Grünen