Euro-Pride-Chefin Kacerovsky im Vorstand des Pride-Dachverbandes

For HOSI-Wien-Obmann Yvon eine "Anerkennung der Arbeit als unabhängige Interessensvertretung"

EOPA Bilbao
HOSI Wien

Ein nachträglich gutes Zeugnis hat der Dachverband der europäischen Pride-Veranstalter (EPOA) Der EuroPride in Wien ausgestellt. Katharina Kacerovsky, Geschäftsführerin der veranstaltenden Stonewall GmbH, wurde bei deren Generalversammlung in Bilbao in den Vorstand der Organisation gewählt.

Vielfalt der Wiener EuroPride wurde besonders gelobt

So lobte die EPOA bei der EuroPride unter anderem deren innovatives Programm, die Umsetzung sowie „deren Diversität, Internationalität und starke Verwurzelung in der LGBTIQ-Community in ihrer gesamten Vielfalt“ – auch, wenn die Wiener Community selbst dieses Urteil wohl nicht in jedem Fall teilt.

Kacerovsky wurde bei der EPOA-Generalversammlung auch in den Vorstand des Dachverbandes gewählt. Sie ist künftig für die Koordination der Mitgliedsorganisationen zuständig. Dabei betont sie die wichtige Rolle der Regenbogenparade für die queere Community auf dem Balkan.

Wien hat eine besondere Bedeutung für Prides in Mittel- und Osteuropa

„Wir pflegen seit langem einen intensiven Austausch mit mittel- und osteuropäischen Prides, gerade für die dortigen Communitys hat die Vienna Pride eine besondere Bedeutung. Dieser Verantwortung müssen wir jetzt gerecht werden und werden deshalb die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren noch intensivieren“, so Kacerovsky in einer ersten Stellungnahme.

Einer der ersten Schwerpunkte, den die Organisatorin der Vienna Pride setzen will, ist deshalb die Unterstützung der EuroPride 2022 in Belgrad. „Es ist selbstverständlich für uns, dass wir unsere Nachfolger*innen unterstützen, wo immer wir können“, erklärt die umtriebige Aktivistin.

HOSI-Wien-Obmann Yvon: EuroPride hat „neue Maßstäbe der europäischen Solidarität gesetzt“

Unterstützung bekommt sie dabei von Moritz Yvon, dem Obmann der HOSI Wien, der ebenfalls in Bilbao dabei war: „Wir haben mit der EuroPride Vienna neue Maßstäbe der europäischen Solidarität gesetzt. Jetzt ist es unsere Aufgabe, Lesben, Schwule, Bisexuelle, transgender, intergeschlechtliche und queere Menschen in den Ländern zu unterstützen, wo ihnen das Leben noch besonders schwer gemacht wird“

Dass Kacerovsky in den EPOA-Vorstand gewählt wurde, ist für Yvon „eine Anerkennung der Arbeit der HOSI Wien als unabhängige Interessenvertretung“. Für ihn ist klar: „Eine Pride kann nur aus einer starken, unabhängigen Community heraus kommen“.