Weil ihr Freund schwul sein soll: Wütende Putzfrau greift Polizist in den Schritt

Nun musste sich die unbeherrschte 50-Jährige vor Gericht verantworten

Justitia
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Ausgerastet ist eine 50-jährige Putzfrau aus Nuttlar im Sauerland, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Lebensgefährte schwul sein soll. Dabei griff sie unter anderem einem Polizisten herzhaft in den Schritt. Das brachte sie nun vor Gericht, berichtet die Westfalenpost.

Schon vorher beschäftigte das Temperament der 50-Jährigen in Partnerschaftsangelegenheiten die Polizei

Offenbar hatte die gebürtige Portugiesin schon vorher immer wieder Streit mit ihrem Lebensgefährten, zu dem auch die Polizei ausrücken musste. Im Juli 2018 kam es erneut zu einem Streit: Weil der Verdacht im Raum stand, dass der Mann schwul sein könnte, kam es zu einem  Handgemenge, unter anderem mit der Tochter des Lebensgefährten.

Die Polizisten versuchten die Frau, die vollkommen außer sich war, zu beruhigen. Doch das gelang ihnen nicht. Schließlich mussten sie der bis jetzt unbescholtenen 50-Jährigen Handschellen anlegen und sie mit Blaulicht auf die Wache in die nahe gelegene Kreisstadt Meschede fahren. Auch dort beruhigte sich die Frau nicht.

Als sie der Polizist fixieren wollte, griff die Putzfrau herzhaft zu

Als ein inzwischen pensionierter Polizist versuchte, die Frau zu fixieren, griff sie ihm mit voller Kraft zwischen die Beine und drückte fest zu. Doch die Aktion hatte offenbar nicht den gewünschten Erfolg: „Sie kam nicht weit, weil ich mich mit einem festen Schlag gewehrt habe“, erklärte der ehemalige Beamte vor Gericht.

Die Angeklagte gab die ihr zur Last gelegten Vorwürfe schließlich zu. Ihr inzwischen ehemaliger Lebensgefährte und seine Tochter, die bei der Verhandlung als Zeugen anwesend waren, ernteten von der portugiesischen Putzfrau giftige Blicke – und auch einige Beleidigungen.

Schließlich wurde die Frau wegen Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte zu einer Geldstrafe von 1.000 Euro verurteilt.