„Queen of Drags“: Fordert Heidi Klum für eine zweite Staffel Conchitas Kopf?

Den Fehler für den Quoten-Flop sucht die 46-Jährige offenbar nicht bei sich selbst

Queen of Drags
ProSieben

Aus Quotensicht war „Queen of Drags“ für ProSieben alles andere als ein Erfolg. Trotzdem könnte der Sender offenbar eine zweite Staffel der Drag-Casting-Show produzieren – und dabei an Heidi Klum festhalten, die von praktisch der gesamten Community als unpassend empfunden wurde. Aus der Jury fliegen soll dafür ausgerechnet Conchita, der als einziger eine queere Perspektive einbrachte.

Conchita soll für das Ex-Model als Sündenbock für die schlechte „Queen of Drags“-Performance herhalten

Das Finale von „Queen of Drags“ im Dezember erreichte in Deutschland nicht einmal eine Million Zuschauer – für ProSieben eine Katastrophe, sahen bei „Germany’s next Topmodel“ im letzten Jahr in unserem Nachbarland doch bis zu 2.75 Millionen Menschen zu. Trotzdem möchte man an der Show festhalten – auch, weil man der Marke Heidi Klum nicht schaden möchte, indem man „ihre“ Sendung nach einer Staffel abdreht.

Dafür hat die Moderatorin offenbar einen anderen Schuldigen gefunden: Ausgerechnet Conchita, Song-Contest-Gewinner und die einzige Person in der Jury, die die Grenzen der Geschlechter elegant und provokativ gleichermaßen ausreizt. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll Klum mit Conchitas Performance als Juror „unzufrieden“ sein und seinen Kopf fordern.

Mit ihrer Forderung will Heidi Klum davon ablenken, bei „Queen of Drags“ deplatziert zu sein

„Heidi Klum verlangt, Conchita Wurst für die zweite Staffel zu ersetzen. Sie braucht ein Bauernopfer“, zitiert Bild einen Insider. Was heißt, dass die 46-Jährige offenbar ein Problem damit hatte, dass Conchita ihr mit seiner offenen Persönlichkeit die Show gestohlen hat – und sich auch mit ihrem Schwager Bill Kaulitz demonstrativ gut verstand, während Klum in der gesamten Show seltsam deplatziert wirkte.

Mit ihrer Forderung möchte Klum, wie Bild aus Produktionskreisen zitiert, vor allem davon ablenken, dass das Konzept von „Queen of Drags“ mit ihr als Moderatorin eine glatte Bauchlandung war. Von Anfang an hat die Community Heidi Klum nicht akzeptiert und die Sendung scharf kritisiert. „Sie hat wahrscheinlich gedacht, das Phänomen Drag ist einfach schwuler Karneval“, zitiert die Zeitung den Insider.

In der Community sorgt Heidi Klums Wunsch für schwere Irritationen. Die Berliner Drag-Queen Margot Schlönzke, eine der Initiatorinnen der Petition gegen Klum, schrieb auf Facebook, Conchita sei mit seiner Kompetenz „der einzige Lichtblick unter den festen Jurymitgliedern von ‚Queen of Drags‘ gewesen. „Und nun soll die einzige Person mit Drag-Kompetenz ausgetauscht werden?“, ärgert sie sich.

ProSieben will angeblich an Conchita festhalten

Klums Wunsch könnte zu gewaltigen Problemen hinter den Kulissen führen, denn ProSieben soll unbedingt an Conchita festhalten. Und: Wegen des dichten Terminkalenders von Heidi Klum muss bald eine Entscheidung über eine mögliche zweite Staffel von „Queen of Drags“ fallen. Conchita selbst hält sich zu der Causa derzeit bedeckt.

ProSieben-Sprecher Christoph Körfer bleibt diplomatisch: „ProSieben entscheidet entspannt im Frühjahr, wann es eine zweite Staffel ‚Queen of Drags‘ gibt. Über die Besetzung der Jury kann gerne jeder spekulieren. Die Wahrheit ist, dass ProSieben den zweiten Schritt nicht vor dem ersten macht“, sagt er der Zeitung.

Siegerin der ersten Staffel wurde Yoncé Banks aus Paderborn. Sie gewann 100.000 Euro, eine Kampagne mit der unter Drag Queens beliebten Schminkfirma MAC Cosmetics, eine Reise nach New York sowie ein Cover auf einem kleinen Teil der deutschen Ausgabe der Cosmopolitan.