Weniger Gage für Bottoms? Dieser Pornostar wehrt sich

Armond Rizzo fordert gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit

Armond Rizzo
Armond Rizzo/Twitter

Unter US-amerikanischen Pornodarstellern gibt es derzeit eine heftige Debatte darüber, ob es in Ordnung ist, dass passive Darsteller bei einigen Produktionsfirmen deutlich weniger Gage erhalten.

„Warum soll ein Bottom weniger wert sein?“

Ins Rollen gebracht hat die Diskussion Bottom-Darsteller Armond Rizzo aus dem kalifornischen San Diego. Der 29-jährige schrieb er am vergangenen Samstag auf Twitter: „Mir ist das zwar nie passiert, aber es gibt ein Studio, das an mir interessiert war – und was ich herausgefunden habe, ist unglaublich: Die zahlen Bottoms viel weniger als Tops.“

Konkret geht es um das Label „Black on Boys“, bei dem muskulöse schwarze Männer schmächtige Twinks penetrieren. Die Begründung des Labels sei, dass sich die Seite eher auf Tops konzentriere, erklärte Rizzo. „Was fällt euch eigentlich ein zu sagen, dass ein Bottom weniger wert ist?“, ärgerte er sich. 

Für einen aktiven Darsteller ist die „Porno-Pay-Gap“ kein Problem

Einer, der diese Entscheidung verstehen kann, ist hingegen der bisexuelle Erotik-Darsteller Ricky Larkin. Für ihn sei es verständlich, wenn eine Seite wie „Blacks on Boys“ den aktiven Darstellern mehr zahle: „Die Seite bedient den Fetisch, dass jemand von einem schwarzen Mann gefickt wird. Daher sollten die Tops mehr bekommen“, schrieb er.

Daraufhin begann die Twitter-Diskussion zwischen den beiden Pornodarstellern zu eskalieren. Rizzo betonte, dass Tops wie auch Bottoms die selbe Arbeitsleistung bringen würden. Larkin erwiderte, wenn die aktiven Darsteller ihre Erektion nicht über Stunden halten würden, gäbe es gar keine Szene.

Für Rizzo war das ein „Scheißargument“ – „Dein Machismo zeigt sich – und er stinkt“ richtete er Larkin aus, der als Top in Bi-Szenen seine Partner in den Szenen oft abfällig behandelt. Larkin bezeichnete daraufhin seinen Kollegen daraufhin als „Psychopathen“ und erklärte, ihn auf Twitter zu blockieren „Black on Boys“ reagierte auf die Kontroverse bis jetzt nicht.

Auch Fans diskutieren, was ein Bottom wirklich wert sein sollte

Dafür begannen auch Fans und andere User, sich in die Debatte einzubringen. „Wenn man schon Unterschiede macht, dann sollten Bottoms besser bezahlt werden“, schrieb beispielsweise ein Nutzer auf Twitter. „Wenn es keine Bottoms gibt, was soll der Top dann machen?“, meinte ein anderer.

Wie viel Darsteller an einer Szene verdienen, hängt auch von deren Popularität an. In den USA bewegen sich die Gagen pro Szene zwischen 500 und 1500 Dollar, unabhängig von der Position. Bei europäischen Produktionen betragen die Verdienstmöglichkeiten meistens nur einen Bruchteil,