Letztes Jahr: 990 gleichgeschlechtliche Ehen in Österreich

Die ersten Zahlen geben einen positiven Ausblick

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In Österreich wird trotz der Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare weniger geheiratet als in den Jahren zuvor – dafür werden mehr Eingetragene Partnerschaften geschlossen. Das geht aus den vorläufigen Daten der Statistik Austria für 2019 hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden.

Zahl der neuen Eingetragenen Partnerschaften stieg durch die Öffnung für Heterosexuelle um 170 Prozent

Doch die Daten für die Eingetragenen Partnerschaften sind mit jenen aus den letzten Jahren nur bedingt vergleichbar: Denn letztes Jahr wurde nicht nur die Ehe für homosexuelle Paare geöffnet, sondern auch die Eingetragene Partnerschaft für Heterosexuelle.

So wurden letztes Jahr insgesamt 44.997 Ehen geschlossen, um 1.471 weniger als im Jahr zuvor. 2019 wurden insgesamt 1.257 Eingetragene Partnerschaften begründet, das sind um 793 bzw. 170,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Zahl der neu begründeten Eingetragenen Partnerschaften stieg in jedem Bundesland an. Diese Zahlen beinhalten sowohl hetero- als auch homosexuelle Paare.

990 gleichgeschlechtliche Ehen, davon 188 Umwandlungen

Bei schwulen und lesbischen Paaren sieht die Situation folgendermaßen aus: Im Vorjahr wurden insgesamt 990 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen und 133 gleichgeschlechtliche Eingetragene Partnerschaften begründet. Die Ehe wurde am 1. Jänner 2019 nach einem Urteil des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) geöffnet.

In den Zahlen der Eheschließungen sind schon die 191 Umwandlungen Eingetragener Partnerschaften einbezogen – von 106 weiblichen Paaren, 82 männlichen Paaren und drei verschiedengeschlechtlichen Paaren. Umgekehrt wurde 2019 keine einzige Ehe in eine Eingetragene Partnerschaft umgewandelt.

Mehr Informationen stellte die Statistik Austria bis jetzt noch nicht zur Verfügung. Die endgültige Statistik für 2019 mit sämtlichen detaillierten Auswertungen wird Ende Juni veröffentlicht.