ProSieben-Chef bestätigt zweite Staffel „Queen of Drags“ – mit Heidi Klum

Dafür könnte sonst einiges an der Show geändert werden...

Queen of Drags
ProSieben

So ganz zufrieden dürfte ProSieben mit „Queen of Drags“ nicht gewesen sein – die Quoten verschlechterten sich praktisch von Folge zu Folge. Trotzdem geht die Drag-Queen-Castingshow nun in eine zweite Staffel. Das berichtet der Branchendienst DWDL.de. Dabei wird es einige Änderungen geben – an Heidi Klum, die als Moderatorin am meisten Kritik einstecken musste, will der Sender aus Unterföhring aber festhalten.

Trotz schlechter Quoten geht’s weiter: Weniger Soap, mehr Cirque du Solei

Rund eineinhalb Millionen Zuseher hatte die erste Folge von „Queen of Drags“ in Deutschland – das Finale sah dann gut ein Drittel weniger. Ähnlich auch die Situation in Österreich: Hier lag die Sendung deutlich unter dem Senderschnitt und musste sich sogar kleineren Sendern geschlagen geben, verlor teilweise unter der Staffel jeden dritten Zuschauer. „Die Sendung war bei unseren jüngeren Zuschauern erfolgreich, bei den älteren haben wir über die Staffel Zuschauer verloren“, räumt ProSieben-Chef Daniel Rosemann im Interview mit DWDL.de auch ein.

Trotzdem wolle man bei ProSieben „die Herausforderung annehmen“ und mit einer zweiten Staffel an den Start gehen – und dabei ist Rosemann durchaus selbstkritisch: „Vielleicht war es ein bisschen zu viel Soap mit zu viel privaten Alltagsmomenten. Wir wollen mehr Cirque du Soleil: Alle Zuschauer liebten die Auftritte, deswegen sollen die mehr Raum bekommen“, scheint sich der Senderchef die Kritik zu Herzen genommen zu haben. Und dabei will sich ProSieben offenbar mit der deutschen Drag-Szene nicht zufrieden geben. „Wir suchen gerade auf der ganzen Welt nach tollen Drags, die für die nächste Staffel in Frage kommen.“

Heidi Klum bleibt in der Jury – Drag ist „eine Herzenssache“ für die Model-Mutti

 Bei einem Punkt stießen die Kritiker aber auf taube Ohren. Denn auch in der zweiten Staffel von „Queen of Drags“ wird Heidi Klum durch die Show führen. „Heidi bleibt Botschafterin für ‚Queen of Drags‘ in Deutschland“, so Rosemann. Die Sendung sei „eine Herzenssache von Heidi, dass ich manchmal fast schon Angst hatte, dass ‚GNTM‘ aus Heidis Herz verdrängt wird“.

Das dürfte bei den Zuschauern nicht angekommen sein: Klums fehlende Verbindung zur Drag-Kultur war immer wieder als Fehler im Konzept gesehen worden. Und auch interne Informationen lassen die Begeisterung der Model-Mutti fraglich erscheinen. „Sie hat wahrscheinlich gedacht, das Phänomen Drag ist einfach schwuler Karneval“, zitiert die Bild-Zeitung Anfang Jänner einen Insider.

Siegerin der ersten Staffel von „Queen of Drags“ wurde Yoncé Banks aus Paderborn. Sie gewann 100.000 Euro, eine Kampagne mit der unter Drag Queens beliebten Schminkfirma MAC Cosmetics, eine Reise nach New York sowie ein Cover auf einem kleinen Teil der deutschen Ausgabe der Cosmopolitan.