Sexparty trotz Ausgangssperre: Polizei verhaftet acht Männer

Trotz strenger Ausgangssperren in Barcelona - bei den Männern wurden große Mengen an Drogen gefunden

Wappen von Barcelona
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Spanien gehört zu jenen europäischen Ländern, die von der Corona-Krise am härtesten getroffen wurden. So gelten dort auch seit mehr als einer Woche eine strenge Ausgangssperre und scharfe Richtlinien zum Social Distancing. Doch das scheint einige Männer in Barcelona nicht davon abgehalten zu haben, eine Sexparty mit allem Drum und Dran zu veranstalten – bis diese von der Polizei aufgelöst wurde und die Teilnehmer hinter Gitter wanderten.

Bis zu 30 Männer sollten kommen, doch einem war die Sache dann doch zu gefährlich

Es war am Freitag gegen 22.30 Uhr in einer Touristenwohnung im Stadtteil Eixample, in dem sich auch das weltberühmte Schwulenviertel befindet. Der Veranstalter der Orgie hatte die Wohnung in der Carrer de Casp für eine Woche gemietet, zwischen 20 und 30 Personen haben sich nach Informationen der spanischen Tageszeitung El País für die Party angemeldet.

Doch einem der Gäste wurde die Veranstaltung in Zeiten von Corona schließlich unheimlich – er rief die Mossos d’Esquadra, die katalanische Polizei, über den Notruf an und schlug Alarm. Wenige Minuten später waren Beamte in Zivil vor Ort. Als sie das Haus betraten, wurden sie zunächst für Teilnehmer an der Orgie gehalten. Doch dieses Missverständnis konnten sie schnell aufklären.

Einer der Teilnehmer hustete und hatte Fieber

Die Beamten fanden in der Wohnung acht Männer im Alter zwischen 23 und 34 Jahren vor, die kurz davor waren, den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand nachhaltig zu ignorieren: Mitten in der Corona-Krise haben sie eine Orgie veranstaltet, um eine Webseite zu bewerben, wie die spanische Tageszeitung ABC berichtet. Einer der dort aufgefunden Männer fiel den Beamten auf, weil er hustete und Fieber hatte – ein sofort durchgeführter Cornonavirus-Test verlief negativ.

Alle Teilnehmer an der Sexparty wurden schließlich verhaftet – weil die Beamten sowohl in der Wohnung als auch bei einigen Teilnehmern Drogen gefunden hatten, darunter Kokain, Ecstasy, Speed, Crystal Meth und nicht näher bezeichnete Pillen. Ob sie auch wegen Nichteinhaltung der Ausgangssperre vor Gericht gestellt werden, steht noch nicht fest.