Auch CSD Innsbruck fällt der Corona-Krise zum Opfer

Die Veranstaltung hätte dieses Jahr am 6. Juni stattfinden sollen.

Goldenes Dach in Innsbruck
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Vor einigen Tagen hat die Vienna Pride bekanntgegeben, sowohl die Pride als auch die Regenbogenparade aufgrund der Einschränkungen durch das Coronavirus abzusagen. Nun wurde auch der CSD Innsbruck abgesagt. In Linz stehen die Zeichen unterdessen noch auf Abwarten.

„Wir können das Risiko nicht mit dem Vereinszweck vereinbaren“

So schreibt der Vorstand des Vereins CSD-Innsbruck in seiner Stellungnahme, dass man nach Rücksprache mit den offiziellen Stellen einstimmig beschlossen habe, „den Christopher Street Day 2020 mit Parade in Innsbruck abzusagen“, um diese Veranstaltungen langfristig in Tirol zu sichern. 

„Wir können das Risiko in der heurigen Lage nicht mit dem Vereinszweck Vielfalt, Lebensfreude, Gemeinschaft vereinbaren“, macht der Vorstand in seiner Stellungnahme klar. Der CSD Innsbruck hätte dieses Jahr am 6. Juni stattfinden sollen.

Durch die aktuellen Maßnahmen kann der Vorstand des CSD Innsbruck die Veranstaltung nicht vorbereiten

Da Tirol der Hotspot der österreichischen Corona-Infektionen ist, stehen alle Gemeinden des Bundeslandes derzeit unter Quarantäne. Das heißt, dass Menschen ihre Wohnsitzgemeinde derzeit praktisch nicht verlassen dürfen. Auch alle anderen Beschränkungen wie das Kontaktverbot oder die Ausgehsperre gelten in Tirol und werden überwacht.

Durch diese Maßnahmen sieht sich der Vorstand des CSD Innsbruck nicht mehr in der Lage, die Veranstaltung Anfang Juni vorzubereiten. Auch könnten viele Ausstellende, Live Acts oder Sponsoren zur Zeit nicht mit Gewissheit zusagen oder ihre Zusagen einhalten. Bereits bezahlte Standgebühren sollen rückerstattet werden.

In Oberösterreich wartet man noch ab, ob die linzpride2020 doch stattfinden kann

In Linz hat man unterdessen noch keine Entscheidung getroffen, ob die linzpride2020 wie geplant am 27. Juni stattfinden wird. Man beobachte die aktuellen Entwicklungen genau und möchte eine endgültige Entscheidung so lange wie möglich hinauszögern – doch um bei einer Durchführung alle Verträge noch unter Dach und Fach zu bringen, soll sie spätestens Mitte Mai fallen.

„Sobald wir erkennen müssen, dass die verbleibende Zeit nicht mehr ausreicht, die Veranstaltung so zu organisieren, dass sie geordnet über die Bühne gehen kann, werden wir sie leider absagen müssen“, heißt es dazu aus dem Vorstand der HOSI Linz. Dort überlegt man sich auch Alternativen, wie eine Verschiebung in den Herbst oder eine Durchführung im kleineren Rahmen.