„Kleiner Song Contest“: Conchita und Cesár Sampson in der Jury

Ab heute um 20.15 in ORF 1 gibt's einen kleinen Ersatz für den großen Bewerb

Andi Knoll/Der kleine Song Contest
ORF/Thomas Ramstorfer

Echten Fans des Song Contest bietet der ORF ab heute ein kleines Trostpflaster. Heute, übermorgen und am Samstag präsentiert „Mister Song Contest“ Andi Knoll jeweils um 20.15 Uhr die 41 offiziellen Videos der diesjährigen Eurovision-Künstlerinnen und -Künstler dem österreichischen Publikum – Jury- und Publikumsvoting inklusive.

Wie beim großen Vorbild gibt es auch diesmal eine „TV-Postkarte“

Die Lieder werden dabei jeweils von einer eigens produzierten TV-Postkarte, in der die Künstlerinnen und Künstler sowie die einzelnen Länder und ihre vergangenen ESC-Highlights dem Publikum vorgestellt werden, eingeleitet. Danach bewerten zehn ehemalige Song-Contest-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer aus Österreich ihre Favoriten, und unter den drei Jurysiegern kann dann das Publikum über seinen Favoriten abstimmen – und damit über den Gewinner des „kleinen Song Contests“ des ORF.

Auch beim „kleinen Song Contest“ gibt es für alle Zuschauer die Möglichkeit, die mehr oder weniger gelungenen Lieder und Videos über den ORF Teletext mitzukommentieren. So werden die besten Kommentare, die über Twitter mit dem Hashtag #ORFESC gepostet werden, während der Sendung auf Teletext-Seite 780 als Untertitel eingeblendet.

Zehn ehemalige Song-Contest-Teilnehmer aus Österreich sind in der Jury

„Nachdem die EBU ja bestimmt hat, dass nächstes Jahr zwar die geplanten Interpretinnen und Interpreten antreten dürfen, aber nur mit neuen Songs, wäre es doch schade, wenn die Lieder von heuer alle im Mistkübel der Musikgeschichte landen. Also bei manchen mehr und bei manchen weniger, und da sind wir ja bei einem weiteren Grund, warum man den ESC nicht ausfallen lassen darf. Es ist eine einzigartige Mischung aus Live- und Videoversion. Es wird sehr abwechslungsreich und endlich darf man mal für Österreich abstimmen!“, freut sich Knoll schon auf die Liveshows.

In der Fachjury sind Waterloo (1976, mit Robinson, „My Little World“)  Simone (1990, „Keine Mauern mehr“)  Petra Frey (1994, „Für den Frieden der Welt“) Manuel Ortega (2002, „Say a Word“)  Alf Poier (2003, „Weil der Mensch zählt“) Eric Papilaya (2007, „Get a Life – Get Alive“) Nadine Beiler (2011, „The Secret Is Love“) Conchita (gewann 2014 mit „Rise Like a Phoenix“), Zoe (2016, „Loin d’ici“) und Cesár Sampson (2018, „Nobody but You“).

Noch ist unklar, ob der ORF auch beim offiziellen Ersatzevent mitmacht

Auch ORF.at begleitet den „kleinen Song Contest“ im Rahmen der aktuellen Berichterstattung. Auf der TVthek werden alle drei Sendungen als Live-Stream und als Video-on-Demand angeboten, zusätzlich können Fans im Videoarchiv „Österreich beim Song Contest“ ihrer Nostalgie frönen und die österreichischen Auftritte der vergangenen Jahrzehnte nachsehen.

Ob der ORF auch bei der offiziellen Ersatzveranstaltung für den Song Contest, „Europe Shine A Light„, mitmacht, steht noch nicht fest. De zweistündige Spezialshow im „Geist von Einheit und Zusammengehörigkeit“ soll am 16. Mai um 21.00 Uhr ausgestrahlt werden – also jenem Sendeplatz, an dem das Finale stattgefunden hätte. Sie wird ohne Publikum stattfinden. Produziert wird die Sendung von jenen niederländischen Sendern, die auch den Song Contest produziert hätten.