Zwei Trans-Frauen in Berliner Park beschimpft und verprügelt

Brutaler Angriff auf die beiden Frauen

Polizei Berlin
Symbolbild

Im Berliner Stadtteil Alt-Treptow haben Unbekannte am Montagabend zwei Trans-Frauen wegen ihrer geschlechtlichen Identität beleidigt und geschlagen. Das teilte die Berliner Polizei mit.

Die beiden Frauen waren mit einem Freund im Park unterwegs, als sie plötzlich beschimpft und bedroht wurden

Eine 38 Jahre alte Trans-Frau war mit ihrer 29-jährigen Lebensgefährtin und einem 25 Jahre alten Freund im Treptower Park unterwegs, als sie gegen 20.20 Uhr plötzlich von einem unbekannten Mann beschimpft wurde.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge trat der Mann an das Trio heran und fing an, die 38-Jährige trans-feindlich zu beschimpfen und mit der Faust wiederholt auf einen Oberschenkel zu schlagen. Außerdem soll er immer wieder versucht haben, sie in das nahe Wasser zu schubsen, was ihm aber nicht gelungen sei. Danach ging er.

Der Angreifer kam wieder – und hatte seine Freunde mitgebracht

Kurze Zeit später bemerkte das Trio, dass sich der Unbekannte mit einer größeren Personengruppe den beiden Trans-Frauen und ihrem Freund näherte. Die 29-Jährige filmte die Gruppe daraufhin mit dem Handy.

Als das der mutmaßliche Schläger und ein anderer Mann aus der Gruppe bemerkten, näherten sie sich den beiden Trans-Frauen. Einer der beiden Männer entriss der filmenden 29-Jährigen das Handy und warf es ins nahe Wasser. Dann schubsten die beiden Männer die Frau zu Boden.

Ein Mann hielt die Frau, der andere trat ihr gegen den Kopf

Dort soll einer der Männer gegen den Kopf und einen Arm der am Boden liegenden 29-Jährigen getreten haben, während sie der andere Mann festgehalten hat. Nachdem sie sich abreagiert hatten, ließen sie von der Frau ab und flüchteten.

Nach Angaben der Polizei haben beide Trans-Frauen eine ärztliche Behandlung abgelehnt. Wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen in der deutschen Hauptstadt hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen.

Berlin hat eigene Ansprechstellen für LGBTI-Opfer von Straftaten

Im letzten Jahr hat die Berliner Polizei 225 Straftaten gegen sexuelle Minderheiten gezählt – um 54 mehr als im Jahr zuvor. Begangen wurden diese Taten vor allem in den Bezirken Mitte, Tempelhof-Schöneberg, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln.

Wer in der deutschen Hauptstadt Opfer von Hasskriminalität wird, kann auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben. Außerdem gibt es bei der Berliner Polizei zwei Ansprechpersonen für LSBTI. Sie sind unter der Telefonnummer +49/(0)30/4664 979 444 erreichbar.