Folsom Europe 2020 abgesagt

Die nachte Großveranstaltung der Szene fällt dem Coronavirus zum Opfer

Folsom Europe 2020
Folsom Europe e. V.

Eine der größten Fetisch-Veranstaltungen Europas fällt dieses Jahr der Corona-Krise zum Opfer. Wie die Veranstalter heute Nachmittag bekanntgeben haben, wurde die Folsom Europe in Berlin abgesagt. Das Straßenfest mit zahlreichen Begleitveranstaltungen hätte von 9. bis 13. September stattfinden sollen.

„Die Sicherheit aller Besucher und Mitglieder hat oberste Priorität für uns. Und solange es keinen Impfstoff gegen das SARS-CoV-2-Virus gibt, sind Großveranstaltungen wie unser Straßenfest nicht möglich“, so die Veranstalter auf Facebook. Die Entscheidung falle nicht leicht, fügen die Veranstalter hinzu.

Die Veranstalter ziehen damit auch die Konsequenz aus dem Beschluss des Berliner Senats, der Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis 24. Oktober untersagt hat.

Die Veranstalter kündigten an, als Ersatz für das beliebte Straßenfest in den nächsten Wochen einige Online-Aktionen starten zu wollen. „ihr werdet also von uns hören. Persönlich freuen wir uns dann auf ein Wiedersehen in Berlin im September 2021“, so der Vorstand der Folsom Europe.

Damit fallen sämtliche Community-Großveranstaltungen in Berlin dem Coronavirus zum Opfer. Als ersten Event wurde das Oster-Fetischtreffen abgesagt, später auch der CSD Berlin und das schwul-lesbische Straßenfest.

Dass diese Absagen richtig sind und Leben retten, zeigen die Vorfälle rund um eine andere Fetisch-Großveranstaltung: Beim „Darklands“ im belgischen Antwerpen, das zu Beginn der Corona-Krise stattgefunden hatte, haben sich mehrere Teilnehmer mit dem Virus infiziert.

Kurz nachdem die ersten Infektionen am Festival bekannt geworden waren, starb Daniel Dumont, der Grandseigneur der europäischen Laderszene, an den Folgen einer Covid-19-Infektion.