Geldstrafe fürs Cruising: Dünen von Maspalomas werden überwacht

Dünen von Maspalomas
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Ein Strandspaziergang auf den Dünen von Maspalomas im Süden von Gran Canaria – daran haben viel schwule Männer schöne Erinnerungen, sind diese doch auch als Cruising-Gebiet beliebt. Doch ein schnelles Abenteuer kann dort in Zukunft teuer werden: Denn die Dünen sind Teil eines Naturschutzgebiets, das nun ständig überwacht wird.

Gran Canaria nimmt den Naturschutz jetzt ernst

Das sensible Dünen-System auf Maspalomas ist einzigartig auf den Kanarischen Inseln. Darum sorgt nun ein siebenköpfiges Überwachungsteam, bestehend aus vier Beamten der Umweltbehörde und zwei Lokalpolizisten, dass Einheimische und Touristen dort nicht vom rechten Pfad abkommen.

Seitdem der Tourismus vor einem halben Jahrhundert auf die Kanareninsel gekommen ist, haben die berühmten Sandberge sehr gelitten, so die Verantwortlichen. Spaziergänge auf den Dünen sind deshalb künftig nur mehr auf den acht Kilometer langen vordefinierten Wegen möglich. Diese sind durch insgesamt 1.500 Poller gekennzeichnet. Sich auf den Dünen zu sonnen, ist ebenfalls verboten.

Bis zu 600.000 Euro Strafe für schwere Vergehen

Und diese Regeln zu missachten kann ein teures Vergnügen werden: Für geringfügige Vergehen liegen die Geldstrafen zwischen 150 bis 600 Euro, bei schwerwiegenden Straftaten, zum Beispiel schweren Umweltschäden, können die Beamten Geldbußen in der Höhe von bis zu 600.000 Euro verhängen.

Ziel der strikten Maßnahmen: Das Dünen-System soll wieder in seinen ursprünglichen Zustand gebracht werden. Dazu werden auch spezielle Pflanzen wieder angesiedelt, die dazu beitragen sollen, neue Dünen entstehen zu lassen. Die auf der Insel nicht heimische Mosambik-Tilapia wurde hingegen entfernt. Geholfen hat den Dünen bei ihrer Regeneration auch das Fehlen der Touristen durch den Corona-Lockdown.