Home News Chronik München: Polizei sucht homophobe Schläger

München: Polizei sucht homophobe Schläger

Zunächst haben sie ihre Opfer beleidigt und dann verprügelt

Symbolbild - Archiv

Vermutlich aus Homophobie wurden Anfang Juni in München zwei junge Männer beleidigt, getreten und geschlagen. Nun macht die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt den Vorfall öffentlich. 

Eine Gruppe soll wahllos auf zwei junge Männer eingeschlagen haben

Es war der 2. Juni, in der Tierparkstraße im Stadtteil Harlaching: Zwei junge Männer, 20 und 22 Jahre alt, wurden gegen 23.00 Uhr von einer Gruppe von fünf bis zehn Männern zunächst beleidigt und dann angegriffen. Dabei sollen die mutmaßlichen Täter wahllos auf ihre beiden Opfer eingeschlagen und eingetreten haben. 

Die beiden Männer wurden bei dem Angriff leicht verletzt. Gegen Mitternacht erstatteten sie auf der Polizeiinspektion 15 in Sendling wegen dieser Taten eine Anzeige.  

Mittlerweile hat das Kommissariat 44 der Münchner Kriminalpolizei, das für politisch motivierte Kriminalität zuständig ist, die Ermittlungen übernommen. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung bestätigte, sei ein mögliches „LGBT-feindliches Motiv“ Gegenstand der Ermittlungen.  

Der mutmaßliche Haupttäter ist jung und trug einen schwarzen Jogginganzug

Der Haupttäter ist nach Angaben der Behörde ca. 18 Jahre alt, etwa 1,74 Meter groß, hat einen Drei-Tage-Bart, ein südländisches Aussehen und trug eine schwarze Joggingjacke, eine schwarze Jogginghose und ein weißes Muskelshirt. Die Polizei sucht den Mann wegen Körperverletzung. 

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. +49/(0)89/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 

Im Gegensatz zu den Kollegen in Berlin informiert die Münchner Polizei normalerweise nicht proaktiv sämtliche LGBTI-feindlichen Straftaten in der Stadt. Auch gibt es keine eigens sensibilisierten Beamten. Im letzten Jahr wurden in München mindestens 15 Delikte „gegen die sexuelle Orientierung“ registriert, wie es im Amtsdeutsch heißt. Die Dunkelziffer dürfte aber um ein Vielfaches höher sein. 

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