Auch Berlin soll einen Regenbogen-Zebrastreifen bekommen

An der Kreuzung der Martin-Luther-Straße mit der Fuggerstraße gibt es zu viel Verkehr

Regenbogen-Zebrastreifen Berlin
FDP Berlin

Auch Berlin soll einen Regenbogen-Zebrastreifen bekommen – zumindest, wenn es nach den „Liberalen Schwulen und Lesben“ (LiSL), der LGBTI-Organisation der FDP für Berlin und Brandenburg, geht. Unterstützung bekommen sie vom Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja.

Verkehrssicherheit an einer Kreuzung erhöhen, die den Szenerien teilt

Die Liberalen klebten letzten Donnerstag publikumswirksam einen bunten Fußgängerweg an die Kreuzung Martin-Luther-Straße/Fuggerstraße. Seit hier Tempo 30 herrsche, kämen sowohl Bewohner des Kiezes als auch schwule Lokalgäste schwieriger auf die andere Seite der Fuggerstraße, so die Liberalen.

Die LiSL-Aktivisten wollen mit dem Regenbogen-Zebrastreifen ein besonderes Zeichen für Sicherheit und Weltoffenheit setzen – so wie es diese Fußgängerwege schon in Wien, London oder Paris gibt. Die FDP im Bezirk möchte mit dem Zebrastreifen allgemein die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger verbessern.

„Stay Safe“ im doppelten Wortsinn

Auf den beiden äußeren Streifen haben die Aktivisten den Slogan „Stay Safe“ platziert – eine doppelte Aufforderung: Einerseits an die Community, andererseits an die Verantwortlichen, im öffentlichen Raum sicher zu bleiben. Das Aufkleben des tempörären Regenbogen-Zebrastreifens wurde von Medien und der Polizei begleitet.

Ob der Regenbogen-Zebrastreifen im Regenbogen-Kiez irgendwann Wirklichkeit wird, bleibt noch offen. Die FDP hat sich auf jeden Fall beim Berliner Senat nach den rechtlichen Voraussetzungen für einen solchen Zebrastreifen erkundigt.

„Natürlich stoßen wir hierzulande auf besondere bürokratische Vorbehalte, wenn es um eine spezifische Farbgebung geht“, erklärt ein Vertreter der LiSL der Bild-Zeitung: „Schon in der Bibel ist der Regenbogen ein Hoffnungszeichen. Wir setzen ein Zeichen und setzen darauf, dass sich die Hoffnung, angenommen zu werden, erfüllt.“