Erster Regenbogen-Zebrastreifen in Wien-Margareten

Auch einer der "Regenbogen-Bezirke" ist nun etwas bunter

Regenbogen-Schutzweg in Margareten
SPÖ Margareten

Nun hat auch der 5. Wiener Gemeindebezirk, Margareten, einen Regenbogen-Zebrastreifen. Gestern, Mittwoch, wurde der bunte Schutzweg an der Kreuzung Schönbrunner Straße/Pilgramgasse unter Einhaltung aller Corona-Maßnahmen offiziell eingeweiht.

An der Kreuzung Schönbrunner Straße/Pilgramgasse wird es nun bunt

Den Antrag für diesen Fußgängerübergang hat die SPÖ in der letzten Bezirksvertretungssitzung vor dem Sommer eingebracht. Dem entsprechend freut sich die sozialdemokratische Spitzenkandidatin Silvia Jankovic: „Der 5. Bezirk ist bunt und vielfältig und das ist gut so. Genau deshalb braucht es sichtbare Symbole wie diesen Zebrastreifen und handfeste Taten, um unseren Bezirk noch offener und noch inklusiver zu machen.“

Der erste Regenbogen-Zebrastreifen in Wien wurde letztes Jahr anlässlich der EuroPride zwischen Rathaus und Burgtheater eingeweiht. Mittlerweile gibt es auch in anderen Bezirken wie Währing einen solchen Fußgängerweg.

Der längste Regenbogen-Zebrastreifen Österreichs wurde erst vor kurzem am Gürtel geschaffen: Sowohl bei der Felberstraße im 15. Bezirk als auch auf der anderen Gürtelseite beim ehemaligen Sophienspital gibt es nun  bunte Streifen zwischen den einzelnen Elementen des Zebrastreifens – die einzige Art, wie sich ein solcher Regenbogen-Zebrastreifen in Österreich konform mit der Straßenverkehrsordnung umsetzen kann.

Die Regenbogen-Zebrastreifen sind ein wichtiges Symbol – reichen aber nicht aus

Dass für einen offenen und inklusiven Bezirk Symbole wie der Regenbogen-Zebrastreifen nicht ausreichen, weiß auch Stephan Auer-Stüger, Vorsitzender der SPÖ Margareten und Vertreter der LGBTI-Community in der sozialdemokratischen Gemeinderatsfraktion. „Wir haben auch in der Regenbogenhauptstadt Wien noch viel zu tun, damit jeder Mensch frei und gleich leben kann“, sagt er.

Deshalb soll neben dem ersten Regenbogenfamilien-Zentrum Österreichs auch das erste queere Jugendzentrum im 5. Bezirk seine Heimat finden. Eine entsprechende Resolution der Neos wird auch von den Sozialdemokraten unterstützt. „Gemeinsam machen wir Wien und Margareten noch vielfältiger und noch weltoffener“, so Auer-Stüger.

Die innerstädtischen Bezirke auf beiden Seiten des Wienflusses gelten als Zentrum der Wiener LGBTI-Szene. Auf der Wieden, dem 4. Wiener Gemeindebezirk, befindet sich bereits das Zentrum der HOSI Wien mit dem „Gugg“ und zahlreichen Beratungsangeboen für sexuelle Minderheiten. In Mariahilf, dem 6. Bezirk auf der anderen Seite des Wienflusses, ist mit der „Türkis Rosa Lila Villa“ ebenfalls bereits ein LGBTI-Beratungszentrum.