Home News Chronik Corona-Razzia in Schwulensauna: Keine Masken und jede Menge Drogen

[Video] Corona-Razzia in Schwulensauna: Keine Masken und jede Menge Drogen

Nicht nur die strengen Corona-Bestimmungen wurden in diesem Badehaus missachtet

Sujetbild: Sauna
Fotolia/gpointstudio - Sujetbild

Beamte der spanischen Nationalpolizei kontrollierten vorletzten Sonntag eine beliebte Schwulensauna in Madrid – und fanden dabei neben Verstößen gegen die strengen Corona-Regeln des Landes auch jede Menge illegaler Substanzen. Acht Personen wurden festgenommen.

Den Nachbarn fiel auf, dass die Corona-Bestimmungen in der Sauna offenbar nicht eingehalten wurden

Es war gegen halb neun, als die Beamten der Sauna „Paraiso“ im Stadtteil Malasaña einen Besuch abstatteten. Mehrere Nachbarn hatten offenbar die Polizei gerufen, weil in der Sauna die vorgeschriebene Höchstpersonenzahl überschritten und die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus nicht eingehalten wurden.

Die Polizisten suchten die Sauna schließlich auf und fanden etwa 100 Männer, die alle nicht nur auf ihre Kleidung, sondern auch den in Spanien vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz verzichtet hatten. Und dabei blieb es nicht: Bei der Durchsuchung der Sauna fanden die Beamten auch Kokain, Ketamin, GHB – bekannt als „Liquid Ecstasy“ – und „sexuelle Stimulanzien“, um eine Chemsex-Party zu feiern, wie die Zeitung El Nacional berichtet.

Bei der Razzia wurden auch Kokain, Ketamin und GHB gefunden

Schließlich wurden acht Personen festgenommen, insgesamt 21 Männer wurden wegen Drogenbesitzes angezeigt, teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit.

Die Sauna spricht von einer „Kontrollinspektion“ – und, dass „alles in Ordnung“ sei.

Die Sauna selbst betont, dass es in ihren Räumlichkeiten eine „Kontrollinspektion“ gegeben habe, wie sie in den meisten Einrichtungen üblich sei. „Nach Durchführung der entsprechenden Kontrollen“ sei festgestellt worden, dass „alles in Ordnung“ sei, der Saunabetrieb werde normal weitergeführt.

„Wir möchten uns für den schlechten Moment oder Schock entschuldigen, den viele unserer Kunden, die zu diesem Zeitpunkt anwesend waren, erleben mussten“, so die Madrider Sauna in einer Stellungnahme.

Es ist nicht das erste Mal, dass schwule Männer in Spanien durch ihr laxes Einhalten der strengen Corona-Bestimmungen negativ auffallen: Weil sie trotz einer strengen Ausgangssperre im März eine Sexparty gefeiert hatten, verhaftete die Polizei in Barcelona acht Männer – angemeldet hatten sich bis zu 30 Männer.